Deutsche Tageszeitung - Sieben Tote bei schwerem Verkehrsunfall auf Bundesstraße in Thüringen

Sieben Tote bei schwerem Verkehrsunfall auf Bundesstraße in Thüringen


Sieben Tote bei schwerem Verkehrsunfall auf Bundesstraße in Thüringen
Sieben Tote bei schwerem Verkehrsunfall auf Bundesstraße in Thüringen / Foto: © AFP/Archiv

Bei einem schweren Verkehrsunfall auf einer Bundesstraße in Thüringen sind sieben Menschen ums Leben gekommen und drei weitere schwer verletzt worden. Nach Angaben einer Polizeisprecherin vom Sonntag starben bei der Kollision von drei Fahrzeugen, die sich am späten Samstagnachmittag bei Bad Langensalza ereignete, auch fünf junge Menschen im Alter von 19 Jahren in einem der beteiligten Autos. Zwei der drei Fahrzeuge gingen in Flammen auf, das Geschehen löste in Thüringen große Bestürzung aus.

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Zum Unfallhergang könnten noch keine abschließenden Aussagen gemacht werden, sagte die Sprecherin der Polizeiinspektion in Nordhausen am Sonntag an der Unfallstelle. Die Ermittler gingen allerdings davon aus, dass eines der beteiligten Fahrzeuge in den Gegenverkehr geraten sei und dort mit den zwei entgegenkommenden anderen Autos zusammenstoßen sei. Ein Gutachter habe die Unfallstelle inzwischen untersucht. "Jetzt laufen die Ermittlungen", sagte sie.

Nach Angaben der Sprecherin gestaltete sich auch die Identifizierung der teils bis zur Unkenntlichkeit verbrannten Unfallopfer schwierig. Demnach war die Polizei aber bereits sicher, dass außer den fünf 19-Jährigen in dem einen Fahrzeug auch der 60-jährige Fahrer in einem zweiten sowie ein 44-jähriger Mitfahrer in dem dritten Auto starben. Die Verletzten kamen in umliegende Krankenhäuser, die Bundesstraße 247 war auch am Sonntag noch voll gesperrt.

Auf Bilder von der Unfallstelle im Landkreis Unstrut-Hainich waren die über die gesamte Straße geschleuderten Wracks der völlig zerstörten Unfallautos zu sehen, von denen eins ausgebrannt auf einer Leitplanke hing. Ein ausgeglühtes Wrack stand mitten auf der Straße. Das nicht von Flammen erfasste Fahrzeug lag umgestürzt auf der Seite, Trümmerteile und Brandrückstände verteilten sich im Umfeld. Die Polizeisprecherin verglich die Szenerie mit einem "Schlachtfeld".

Die thüringische Landesregierung reagierte bestürzt auf das Geschehen. "Ich trauere um die Toten und fühle mit den Angehörigen. Soviel Leben in Sekunden ausgelöscht. Es bleibt Fassungslosigkeit", schrieb Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) im Kurzbotschaftendienst Twitter. Innenminister Georg Maier (SPD) zeigte sich ebenfalls auf Twitter "erschüttert". Die Bilder von der Unfallstelle würden "noch lange nachwirken", fügte der Landesminister hinzu.

Seine Gedanken seien bei den Verletzten und Angehörigen der Toten wie bei den Einsatzkräften, schrieb Maier. Für diese sei es ein schwerer Einsatz gewesen. Kriseninterventionsteams würden ihnen nun helfen, das Erlebte zu verarbeiten.

(L.Møller--DTZ)

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