Deutsche Tageszeitung - dm-Erpresser in Karlsruhe zu sieben Jahren Haft verurteilt

dm-Erpresser in Karlsruhe zu sieben Jahren Haft verurteilt


dm-Erpresser in Karlsruhe zu sieben Jahren Haft verurteilt
dm-Erpresser in Karlsruhe zu sieben Jahren Haft verurteilt / Foto: © AFP/Archiv

Ein 53-Jähriger, der die Drogeriekette dm erpresste, soll dafür ins Gefängnis. Das Landgericht Karlsruhe verurteilte den Mann am Freitag zu einer Freiheitsstrafe von sieben Jahren. Er sei der besonders schweren räuberischen Erpressung in Tateinheit mit der Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion und Sachbeschädigung schuldig gesprochen worden, sagte ein Sprecher des Gerichts.

Textgröße ändern:

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der 53-Jährige dm im Jahr 2019 mit einem Bombenanschlag gedroht und mehrere hunderttausend Euro in der Kryptowährung Bitcoin von dem Unternehmen erpresst hatte. Außerdem löste er in einer Filiale in Freiburg außerhalb der Öffnungszeiten eine kleine Explosion aus. Dabei wurde niemand verletzt, aber es entstand Sachschaden.

Die Ermittler konnten die digitale Spur des Manns zurückverfolgen. Im Juli wurde er festgenommen und saß seitdem in Untersuchungshaft. Er gestand die Taten. Das Urteil gegen ihn ist noch nicht rechtskräftig: Wie der Gerichtssprecher sagte, können Angeklagter oder Staatsanwaltschaft noch eine Woche lang dagegen vorgehen.

(L.Svenson--DTZ)

Empfohlen

Geplanter Überfall in Bochum: Gericht verkündet Urteil gegen "Ausbrecherkönig"

In Brüssel wird am Freitag das Urteil gegen den in Frankreich als "Ausbrecherkönig" bekannten Kriminellen Antonio Ferrara erwartet (ab 09.00 Uhr). Ferrara wird in diesem Fall konkret vorgeworfen, zusammen mit mehreren Komplizen einen Raubüberfall auf ein Werttransportunternehmen in Bochum geplant zu haben. Die belgische Staatsanwaltschaft fordert 18 Jahre Haft. Der 53-Jährige ist zusammen mit neun weiteren Verdächtigen angeklagt.

Staatsmedien: Mindestens 16 Tote und 32 Verletzte bei Erdbeben in Tibet

Bei einem schweren Erdbeben in der autonomen Region Tibet in China sind nach Angaben chinesischer Staatsmedien mindestens 16 Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben des Sender CCTV vom Freitag wurden weitere 46 Menschen bei dem Beben der Stärke 7,0 verletzt, mehr als 300 Häuser stürzten ein oder wurden beschädigt. Die Nachrichtenagentur Xinhua meldete, die Rettungsarbeiten dauerten an, das Ausmaß der Schäden werde weiter ausgewertet.

Xinhua: Mindestens 16 Tote und 32 Verletzte bei Erdbeben in Tibet

Bei dem schweren Erdbeben in der autonomen Region Tibet in China sind nach jüngsten offiziellen Angaben mindestens 16 Menschen ums Leben gekommen. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Freitag (Ortszeit) unter Berufung auf örtliche Behörden berichtete, wurden weitere 32 Menschen bei dem Beben der Stärke 7,0 verletzt, mehr als 300 Häuser stürzten ein. Die Rettungsarbeiten dauerten demnach an, das Ausmaß der Schäden werde weiter ausgewertet.

"Rückkehr zur Ruhe": Demonstrationsverbote und weitere Einschränkungen in Frankreich

Mit Demonstrationsverboten und der Einschränkung geplanter Proteste am Samstag will Frankreich Ausschreitungen wie am vergangenen Wochenende verhindern. Oberstes Ziel sei eine "Rückkehr zur Ruhe", sagte Präsident Emmanuel Macron am Donnerstag. Er kündigte neue Ausgangssperren an; zudem dürften nur von Gewerkschaften organisierte Kundgebungen stattfinden, sagte er. Die Gelbwesten-Bewegung, die zu den Organisatoren der Proteste zählt, kündigte ihren Widerstand an. In Paris bleiben der Louvre und andere Museen am Samstag geschlossen.

Textgröße ändern: