Deutsche Tageszeitung - Kabelbrand auf Tagebaugelände in Sachsen - Ursache unklar

Kabelbrand auf Tagebaugelände in Sachsen - Ursache unklar


Kabelbrand auf Tagebaugelände in Sachsen - Ursache unklar
Kabelbrand auf Tagebaugelände in Sachsen - Ursache unklar / Foto: © AFP/Archiv

Innerhalb weniger Tag ist es im sächsischen Braunkohletagebau Vereinigtes Schleenhain bei Leipzig erneut zu einem Vorfall gekommen. Wie die Polizei in Leipzig am Donnerstag mitteilte, brannten am Mittwochmorgen in einem Tunnel auf dem Tagebaugelände mehrere Kabel. Das Feuer brach demnach an einem Förderband auf zwei verschiedenen Ebenen aus. Die Ursache war zunächst unklar.

Textgröße ändern:

Die Werksfeuerwehr löschte umgehend die beiden Brände und stellte den Strom ab. Die Schadenshöhe war noch nicht bekannt. Die Kriminalpolizei ermittelt mit Unterstützung eines Brandsachverständigen.

Zuvor hatten in der Nacht zum Sonntag Unbekannte die Entwässerungsleitung des Braunkohletagebaus Vereinigtes Schleenhain auf einer Länge von zwei Kilometern angebohrt. Die Ermittler schlossen in diesem Fall einen politischen Hintergrund nicht aus. Der Staatsschutz ermittelt. Der Tagebaubetrieb und das mit der dortigen Kohle belieferte Kraftwerk Lippendorf wurden durch die Beschädigungen demnach nicht gestört.

Im Braunkohletagebau Vereinigtes Schleenhain im Leipziger Südraum werden bis zu elf Millionen Tonnen Kohle pro Jahr gefördert. 2019 besetzten mehr als tausend Klimaaktivisten den Tagebau, für den unter anderem die lange umkämpfte sächsische Gemeinde Heuersdorf nach einem jahrelangen Rechtsstreit abgebaggert worden war.

(T.W.Lukyanenko--DTZ)

Empfohlen

Geplanter Überfall in Bochum: Urteil gegen "Ausbrecherkönig" vor Brüsseler Gericht verschoben

Im Prozess gegen den als "Ausbrecherkönig" bekannten Kriminellen Antonio Ferrara wegen eines geplanten Raubüberfalls in Bochum ist die für Freitag geplante Urteilsverkündung kurzfristig verschoben worden. Das Brüsseler Gericht teilte ohne Angaben von Gründen mit, es werde seine Entscheidung erst am 5. November verkünden. Die Staatsanwaltschaft hat 18 Jahre Haft für Ferrara gefordert, der in Frankreich wegen mehrerer Raubüberfälle und versuchten Mordes sowie wegen zweier Gefängnisausbrüche bereits zu Gefängnisstrafen verurteilt worden war.

Nach Festnahme in Brandenburg: Mutmaßlicher Russland-Spion in Untersuchungshaft

Der am Donnerstag in Brandenburg gefasste mutmaßliche Russland-Spion sitzt nun in Untersuchungshaft. Ein Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs habe den Haftbefehl gegen den ukrainischen Staatsangehörigen Vadym Y. in Vollzug gesetzt, teilte die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe am Freitag mit.

Sieben Festnahmen bei Razzia wegen gefälschter Sprachzertifikate

In einem großen Ermittlungskomplex zu gefälschten Sprachzertifikaten haben bayerische Ermittler sieben weitere Menschen festgenommen. Bei einer Razzia in über 30 Objekten in Nordrhein-Westfalen und München seien am Mittwoch sechs Haftbefehle vollstreckt worden, am Donnerstag dann ein siebter, teilten das Polizeipräsidium Unterfranken und die Staatsanwaltschaft Aschaffenburg am Freitag mit. Die Ermittlungen in der Sache laufen schon länger, es gibt um die 50 Tatverdächtige.

Mit 19 Messerstichen getötete Frau aus Hessen: Verdächtiger in Polen gefasst

Im Falle einer mit 19 Messerstichen getöteten 35-Jährigen aus Hessen haben Ermittler in Polen einen Verdächtigen festgenommen. Bei ihm handelt es sich um einen 42-Jährigen, wie die Polizei Gießen und die Staatsanwaltschaft Marburg am Freitag mitteilten. Er soll die 35-Jährige mit 19 Messerstichen getötet und sich anschließend nach Polen abgesetzt haben.

Textgröße ändern: