Deutsche Tageszeitung - Anklage fordert in Frankfurt fünf Jahre Jugendstrafe für mutmaßlichen Bombenbauer

Anklage fordert in Frankfurt fünf Jahre Jugendstrafe für mutmaßlichen Bombenbauer


Anklage fordert in Frankfurt fünf Jahre Jugendstrafe für mutmaßlichen Bombenbauer
Anklage fordert in Frankfurt fünf Jahre Jugendstrafe für mutmaßlichen Bombenbauer / Foto: © AFP/Archiv

Im Prozess gegen ein mutmaßliches Mitglied der rechtsextremen Gruppierung Atomwaffen Division hat die Bundesanwaltschaft am Montag vor dem Oberlandesgericht Frankfurt am Main eine fünfjährige Jugendstrafe gefordert. Sie wirft Marvin E. die versuchte rädelsführerschaftliche Gründung einer terroristischen Vereinigung, die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat sowie Waffen- und Sprengstoffdelikte vor, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte. Der heute 21-Jährige soll versucht haben, einen hessischen Ableger der Gruppe zu gründen, der Anschläge begehen sollte.

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Dazu soll er sich darum bemüht haben, Menschen mit Erfahrung im Umgang mit Waffen als Mitglieder zu rekrutieren. Zudem soll er versucht haben, das für die Anschläge notwendige Waffenarsenal zu beschaffen. Laut Anklage informierte er sich im Internet über ein Schnellfeuergewehr und kaufte Bestandteile für Sprengsätze.

Mehrere Bomben soll er schon gebaut haben. Zudem habe er bereits mögliche Anschlagsziele recherchiert. Bevor er aber versucht haben soll, seine Pläne umzusetzen, wurde er im September 2021 festgenommen. Seitdem sitzt er in Untersuchungshaft. Der Prozess gegen ihn vor dem Oberlandesgericht begann im August 2022.

Die Gruppierung Atomwaffen Division wurde ursprünglich in den USA gegründet und bildete seitdem weltweit Ableger. Ihre Anhänger vertreten eine rassistische, antisemitische und nationalsozialistische Weltanschauung. Das Plädoyer von E.s Verteidigung ist für Freitag angesetzt, ein Urteil für den 8. Mai.

(T.W.Lukyanenko--DTZ)

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