Deutsche Tageszeitung - Elf Jahre Haft für 30-Jährigen nach Totschlag an Frau in Oberfranken

Elf Jahre Haft für 30-Jährigen nach Totschlag an Frau in Oberfranken


Elf Jahre Haft für 30-Jährigen nach Totschlag an Frau in Oberfranken
Elf Jahre Haft für 30-Jährigen nach Totschlag an Frau in Oberfranken / Foto: © AFP/Archiv

Ein 30 Jahre alter Mann, der in Oberfranken eine Frau erstickte und in einem Wald verscharrte, ist vom Landgericht Coburg wegen Totschlags zu einer langen Gefängnisstrafe verurteilt worden. Wie ein Gerichtssprecher am Dienstag sagte, soll der Angeklagte für elf Jahre in Haft. Damit kam das Gericht der Staatsanwaltschaft entgegen, die zwölfeinhalb Jahre Gefängnis gefordert hatte. Die Verteidigung plädierte auf Freispruch.

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Laut dem Sprecher sah es das Gericht als erwiesen an, dass der verheiratete 30-Jährige die Frau aus Bad Rodach, mit der er eine Affäre gehabt haben soll, im Mai 2022 getötet hatte. Die Leiche verscharrte er anschließend in einem Wald bei Coburg. Einem Gutachter zufolge hatte der 30-Jährige die Frau bei einem Treffen rund drei Minuten lang traktiert, indem er "Gewalt auf den Kehlkopf" der Frau ausübte, wie der Sprecher sagte.

Der Angeklagte räumte die Tat im Prinzip ein, bestritt jedoch, die Frau erstickt zu haben. Er habe bei dem Treffen verhindern wollen, dass die 28-Jährige auf seine Ehefrau zugehe, die ebenfalls anwesend gewesen sein soll. So sei es zu einem kurzen Schlag gegen den Hals der Frau gekommen. Dieser Tatversion glaubte das Gericht nach dem Gutachten jedoch nicht. Der seit dem 2. Mai laufende Prozess ging nach vier Verhandlungstagen früher als erwartet zu Ende.

(V.Sørensen--DTZ)

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