Deutsche Tageszeitung - Klimaaktivisten wegen Festklebens an Gemälde in München zu Geldstrafen verurteilt

Klimaaktivisten wegen Festklebens an Gemälde in München zu Geldstrafen verurteilt


Klimaaktivisten wegen Festklebens an Gemälde in München zu Geldstrafen verurteilt
Klimaaktivisten wegen Festklebens an Gemälde in München zu Geldstrafen verurteilt / Foto: © AFP/Archiv

Weil sie sich im August 2022 an ein Rubens-Gemälde in der Alten Pinakothek klebten, hat das Amtsgericht München drei Männer wegen gemeinschädlicher Sachbeschädigung zu Geldstrafen verurteilt. Alle drei sollen jeweils 160 Tagessätze in jeweils niedriger zweistelliger Höhe zahlen, wie das Gericht am späten Montag urteilte.

Textgröße ändern:

Am 26. August 2022 hatten sich zwei Aktivisten mit Sekundenkleber an dem Rahmen des Gemäldes "Der bethlehemitische Kindermord" von Paul Rubens aus dem 17. Jahrhundert geklebt. Ein weiterer Aktivist filmte die Aktion. Der Rahmen wurde nach Angaben des Museums beschädigt, als die Aktivisten mit Lösungsmittel davon getrennt wurden.

Mit seinem Urteil blieb das Gericht deutlich unter der Forderung der Staatsanwaltschaft. Sie hatte die Verurteilung zu Freiheitsstrafen von jeweils sechs Monaten auf Bewährung gefordert. Die Verteidigung hingegen plädierte bei allen drei Angeklagten auf Freispruch. Gegen das Urteil kann Berufung eingelegt werden.

(P.Tomczyk--DTZ)

Empfohlen

Nach tödlichem Angriff auf Soldaten: Netanjahu droht Großoffensive im Westjordanland an

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat nach dem Tod von zwei Soldaten bei einem Angriff bewaffneter Palästinenser im besetzten Westjordanland eine großangelegte Militäroffensive angekündigt. Vier Tage vor der Parlamentswahl in Israel ordnete Netanjahu am Freitag eine "vollständige Abriegelung" des Palästinensergebiets an. Er stellte zudem eine Militäroffensive in Aussicht, wie es sie seit dem Sechstagekrieg im Jahr 1967 nicht gegeben habe.

Medienbericht: Weitere Anklage im Fall Wirecard

Im Wirecard-Skandal hat die Staatsanwaltschaft München I einem Medienbericht zufolge eine weitere Anklage erhoben. Wie das Nachrichtenmagazin "Spiegel" am Freitag berichtete, handelt es sich dabei um eine frühere Mitarbeiterin, die von Dezember 2019 bis zur Wirecard-Insolvenz im Juni 2020 im Zuständigkeitsbereich von Vorstand Jan Marsalek arbeitete. Zuvor war sie demnach in der Konzernbuchhaltung beschäftigt.

Viele Opfer nach Einsturz von mehrstöckigem Gebäude in Nairobi befürchtet

Nach dem Einsturz eines im Bau befindlichen mehrstöckigen Gebäudes in Kenias Hauptstadt Nairobi werden mehrere Todesopfer befürchtet. Das Unglück habe sich am Freitag in dem Stadtteil Eastleigh ereignet, teilte das Rote Kreuz im Onlinedienst X mit. Örtliche Medien berichteten von möglichen Opfern unter den Trümmern. Auf Bildern vom Unglücksort war eine große Menschenmenge zu sehen. Örtlichen Medien zufolge kam es nach dem Einsturz zu Plünderungen.

Anklage in Rheinland-Pfalz: Bürgermeister soll Beamtem keine Aufgaben gegeben haben

Weil er einem Beamten über Jahre hinweg trotz voller Bezüge keine Arbeitsaufträge gegeben haben soll, hat die Staatsanwaltschaft Koblenz Anklage gegen einen ehemaligen Verbandsbürgermeister aus Rheinland-Pfalz erhoben. Ihm wird Untreue im besonders schweren Fall vorgeworfen, wie die Behörde am Freitag mitteilte. In dem Zusammenhang erhob sie eine weitere Anklage gegen einen zwischenzeitlich suspendierten leitenden Beamten der Verbandsgemeinde wegen Untreue.

Textgröße ändern: