Deutsche Tageszeitung - Vater wegen tödlicher Messerattacke auf schlafenden Sohn in Psychiatrie

Vater wegen tödlicher Messerattacke auf schlafenden Sohn in Psychiatrie


Vater wegen tödlicher Messerattacke auf schlafenden Sohn in Psychiatrie
Vater wegen tödlicher Messerattacke auf schlafenden Sohn in Psychiatrie / Foto: © AFP/Archiv

Wegen einer tödlichen Messerattacke auf seinen schlafenden sechsjährigen Sohn hat das Landgericht Kiel einen 40-Jährigen dauerhaft in eine Psychiatrie eingewiesen. Nach Überzeugung der Richterinnen und Richter tötete er das Kind aus Angst vor einem Atomkrieg und wird aufgrund einer psychischen Erkrankung als schuldunfähig eingestuft. Es handelte sich um ein Sicherungsverfahren, das bereits am Montag endete.

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Die Tat ereignete sich im September vergangenen Jahres auf einem Campingplatz in der schleswig-holsteinischen Gemeinde Bösdorf bei Plön. Der Vater rief nach der nächtlichen Tat selbst die Polizei und ließ sich widerstandlos festnehmen. Laut Staatsanwaltschaft schnitt er seinem Sohn die Kehle durch und stach darüber hinaus fünfmal auf ihn ein. Das Kind starb vor Ort.

Nach damaligen Angaben der Ermittler fügte sich der 40-Jährige auch selbst Schnittverletzungen zu, die aber nicht lebensbedrohlich waren. Schon unmittelbar nach der Tat berichteten sie zudem von einer "psychiatrischen Vorerkrankung", die erhebliche Zweifel an der Schuldfähigkeit des Manns begründeten. Er kam daraufhin zunächst vorläufig in eine Psychiatrie.

Das Gericht ging von einem heimtückischen Mord aus, begangen im Zustand der Schuldunfähigkeit. Das Urteil entsprach den Anträgen von Staatsanwaltschaft und Nebenklage, die Verteidigung stellte keine konkrete Forderung. Nach Angaben des Gerichts vom Dienstag verzichteten Staatsanwaltschaft und Verteidigung auf Rechtsmittel. Ob sich die Nebenklage dem anschließt, war zunächst noch offen.

(G.Khurtin--DTZ)

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