Deutsche Tageszeitung - Tatverdächtiger bei Geiselnahme nahe Mainz verletzt sich bei Sprung aus Fenster

Tatverdächtiger bei Geiselnahme nahe Mainz verletzt sich bei Sprung aus Fenster


Tatverdächtiger bei Geiselnahme nahe Mainz verletzt sich bei Sprung aus Fenster
Tatverdächtiger bei Geiselnahme nahe Mainz verletzt sich bei Sprung aus Fenster / Foto: © AFP/Archiv

Beim Sprung aus einem Fenster im ersten Stock hat sich der Tatverdächtige einer Geiselnahme im rheinland-pfälzischen Nierstein während seines Fluchtversuchs verletzt. Er befinde sich in stationärer Behandlung im Krankenhaus und werde von Beamten bewacht, teilte die Polizei in Mainz am Mittwoch mit. Gegen ihn wird wegen des Vorwurfs der Geiselnahme ermittelt.

Textgröße ändern:

Am Dienstag hatte der Vorfall in einem Mehrfamilienhaus in Nierstein für einen stundenlangen Großeinsatz der Polizei gesorgt. Mehr als hundert Beamte waren dabei vor Ort. Am Morgen hatten Zeugen in Nierstein einen Mann mit einem Messer gesehen, der ein Wohnhaus betrat. Dort soll der 31-Jährige den Ermittlungen zufolge zu der Wohnung seines Bruders gegangen sein. In der Wohnung befand sich jedoch lediglich der 14-jährige Neffe des 31-Jährigen.

Weil eine Gefahr für den Jugendlichen bestand, wurde der Einsatzort weiträumig abgesperrt. Speziell geschulte Einsatzkräfte nahmen Kontakt mit dem Mann auf und versuchten, ihn zum Verlassen der Wohnung zu bewegen.

Am Nachmittag sprang der Mann bei einem Fluchtversuch aus dem Fenster auf eine Rasenfläche. Einsatzkräfte konnten ihn dabei festnehmen. Durch den Sprung zog er sich Verletzungen zu, die noch in der Nacht zu Mittwoch behandelt werden mussten.

Bislang habe er nicht vernommen werden können, hieß es weiter. Der 14-Jährige blieb bei dem Vorfall unverletzt, Notfallseelsorger betreuten ihn und seine Familie. Die Hintergründe der Tat waren zunächst weiter unklar.

(I.Beryonev--DTZ)

Empfohlen

Nach tödlichem Angriff auf Soldaten: Netanjahu droht Großoffensive im Westjordanland an

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat nach dem Tod von zwei Soldaten bei einem Angriff bewaffneter Palästinenser im besetzten Westjordanland eine großangelegte Militäroffensive angekündigt. Vier Tage vor der Parlamentswahl in Israel ordnete Netanjahu am Freitag eine "vollständige Abriegelung" des Palästinensergebiets an. Er stellte zudem eine Militäroffensive in Aussicht, wie es sie seit dem Sechstagekrieg im Jahr 1967 nicht gegeben habe.

Medienbericht: Weitere Anklage im Fall Wirecard

Im Wirecard-Skandal hat die Staatsanwaltschaft München I einem Medienbericht zufolge eine weitere Anklage erhoben. Wie das Nachrichtenmagazin "Spiegel" am Freitag berichtete, handelt es sich dabei um eine frühere Mitarbeiterin, die von Dezember 2019 bis zur Wirecard-Insolvenz im Juni 2020 im Zuständigkeitsbereich von Vorstand Jan Marsalek arbeitete. Zuvor war sie demnach in der Konzernbuchhaltung beschäftigt.

Viele Opfer nach Einsturz von mehrstöckigem Gebäude in Nairobi befürchtet

Nach dem Einsturz eines im Bau befindlichen mehrstöckigen Gebäudes in Kenias Hauptstadt Nairobi werden mehrere Todesopfer befürchtet. Das Unglück habe sich am Freitag in dem Stadtteil Eastleigh ereignet, teilte das Rote Kreuz im Onlinedienst X mit. Örtliche Medien berichteten von möglichen Opfern unter den Trümmern. Auf Bildern vom Unglücksort war eine große Menschenmenge zu sehen. Örtlichen Medien zufolge kam es nach dem Einsturz zu Plünderungen.

Anklage in Rheinland-Pfalz: Bürgermeister soll Beamtem keine Aufgaben gegeben haben

Weil er einem Beamten über Jahre hinweg trotz voller Bezüge keine Arbeitsaufträge gegeben haben soll, hat die Staatsanwaltschaft Koblenz Anklage gegen einen ehemaligen Verbandsbürgermeister aus Rheinland-Pfalz erhoben. Ihm wird Untreue im besonders schweren Fall vorgeworfen, wie die Behörde am Freitag mitteilte. In dem Zusammenhang erhob sie eine weitere Anklage gegen einen zwischenzeitlich suspendierten leitenden Beamten der Verbandsgemeinde wegen Untreue.

Textgröße ändern: