Deutsche Tageszeitung - Mann fährt mit Auto auf Polizisten zu - Beamte verletzen ihn mit Schüssen schwer

Mann fährt mit Auto auf Polizisten zu - Beamte verletzen ihn mit Schüssen schwer


Mann fährt mit Auto auf Polizisten zu - Beamte verletzen ihn mit Schüssen schwer
Mann fährt mit Auto auf Polizisten zu - Beamte verletzen ihn mit Schüssen schwer / Foto: © AFP/Archiv

In Nordrhein-Westfalen hat ein Mann nach einer Verfolgungsfahrt sein Auto in Richtung von Polizisten gesteuert und ist daraufhin durch Schüsse der Beamten schwer verletzt worden. Der Vorfall ereignete sich am frühen Samstagmorgen in Bad Salzuflen, wie die Staatsanwaltschaft Detmold und das Polizeipräsidium Bielefeld gemeinsam mitteilten.

Textgröße ändern:

Demnach wollten Streifenpolizisten in Herford den 19-jährigen Autofahrer kontrollieren und forderten ihn zum Anhalten auf. Der Mann beschleunigte aber stattdessen und fuhr davon. Die Polizei folgte ihm. In einer Sackgasse im benachbarten Bad Salzuflen musste der Mann halten, und die Polizisten stiegen den Angaben zufolge aus, um ihn festzunehmen.

Der 19-Jährige wendete demnach jedoch seinen Wagen und fuhr "mit augenscheinlich erhöhter Geschwindigkeit" auf die Beamten zu. Die Polizisten schossen auf das Auto, das daraufhin in einen der Streifenwagen krachte. Der Fahrer erlitt schwere Schussverletzungen.

Die Polizisten leisteten den Angaben zufolge Erste Hilfe, bis der Rettungsdienst eintraf. Der 19-Jährige wurde per Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. "Lebensgefahr kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden", hieß es in der Mitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft. Zur Klärung der Ereignisse wurde beim Polizeipräsidium Bielefeld eine Mordkommission eingerichtet.

(A.Nikiforov--DTZ)

Empfohlen

Zehntausende in Taiwan nach Durchzug von Taifun "Champi" ohne Strom

Hunderte Verletzte, entwurzelte Bäume, zehntausende Haushalte ohne Strom: Der Taifun "Champi" ist über Taiwan hinweggefegt und hat dabei erhebliche Schäden in dem Inselstaat angerichtet. Zahlreiche Einsatzkräfte arbeiteten nach Angaben der Behörden am Samstag daran, die Stromversorgung für rund 56.000 Haushalte wiederherzustellen. Seit Donnerstag, als die ersten Warnungen vor dem Taifun ausgegeben wurden, kam ein Mensch ums Leben und etwa 500 weitere wurden verletzt.

Nach tödlichem Angriff auf Soldaten: Netanjahu droht Großoffensive im Westjordanland an

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat nach dem Tod von zwei Soldaten bei einem Angriff bewaffneter Palästinenser im besetzten Westjordanland eine großangelegte Militäroffensive angekündigt. Vier Tage vor der Parlamentswahl in Israel ordnete Netanjahu am Freitag eine "vollständige Abriegelung" des Palästinensergebiets an. Er stellte zudem eine Militäroffensive in Aussicht, wie es sie seit dem Sechstagekrieg im Jahr 1967 nicht gegeben habe.

Medienbericht: Weitere Anklage im Fall Wirecard

Im Wirecard-Skandal hat die Staatsanwaltschaft München I einem Medienbericht zufolge eine weitere Anklage erhoben. Wie das Nachrichtenmagazin "Spiegel" am Freitag berichtete, handelt es sich dabei um eine frühere Mitarbeiterin, die von Dezember 2019 bis zur Wirecard-Insolvenz im Juni 2020 im Zuständigkeitsbereich von Vorstand Jan Marsalek arbeitete. Zuvor war sie demnach in der Konzernbuchhaltung beschäftigt.

Viele Opfer nach Einsturz von mehrstöckigem Gebäude in Nairobi befürchtet

Nach dem Einsturz eines im Bau befindlichen mehrstöckigen Gebäudes in Kenias Hauptstadt Nairobi werden mehrere Todesopfer befürchtet. Das Unglück habe sich am Freitag in dem Stadtteil Eastleigh ereignet, teilte das Rote Kreuz im Onlinedienst X mit. Örtliche Medien berichteten von möglichen Opfern unter den Trümmern. Auf Bildern vom Unglücksort war eine große Menschenmenge zu sehen. Örtlichen Medien zufolge kam es nach dem Einsturz zu Plünderungen.

Textgröße ändern: