Deutsche Tageszeitung - Razzia gegen mutmaßliche Enkeltrick- und Telefonbetrüger im Ruhrgebiet

Razzia gegen mutmaßliche Enkeltrick- und Telefonbetrüger im Ruhrgebiet


Razzia gegen mutmaßliche Enkeltrick- und Telefonbetrüger im Ruhrgebiet
Razzia gegen mutmaßliche Enkeltrick- und Telefonbetrüger im Ruhrgebiet / Foto: © AFP/Archiv

Im nordrhein-westfälischen Ruhrgebiet sind Ermittler zu einer Razzia gegen mutmaßliche sogenannte Enkeltrick- und Telefonbetrüger ausgerückt. Wie Staatsanwaltschaft und Polizei am Mittwoch mitteilten, wurden am Dienstag in Oberhausen, Duisburg und Essen insgesamt elf Wohn- und Geschäftsadressen durchsucht sowie zwei Verdächtige festgenommen. Sieben weitere Menschen wurden demnach für Befragungen und erkennungsdienstliche Behandlungen auf Polizeiwachen gebracht.

Textgröße ändern:

Nach Angaben der Ermittler sollen die Beschuldigten per Messengerapp oder SMS an Opfer herangetreten sein, um sich dort als Kinder oder Enkelkinder mit einer angeblich neuen Telefonnummer auszugeben. Im weiteren Verlauf sollen sie den zumeist älteren Betroffenen eine angebliche Zwangslage aufgrund von Problemen beim Onlinebanking vorgetäuscht haben, die Überweisungen erfordere.

Bei dem Einsatz beschlagnahmten die Ermittler in verschiedenen Wohnungen und einem Kiosk unter anderem 27 Mobiltelefone, mehr als 50 SIM-Mobilfunkkarten und mehr als 50 Ausweiskopien, wie Polizei und Staatsanwaltschaft in Duisburg und Oberhausen weiter mitteilten. Sie stießen außerdem auf etwa 58.000 Euro Bargeld, geringere Mengen Rauschgift und einen gestohlenen Elektroroller.

(W.Novokshonov--DTZ)

Empfohlen

Herbststurm "Luise" sorgt für Zugausfälle und Feuerwehreinsätze

Der Herbststurm "Luise" hat am Freitag im Westen und Südwesten Deutschlands für Beeinträchtigungen im Bahnverkehr und zahlreiche Feuerwehreinsätze gesorgt. In Nastätten in Rheinland-Pfalz kippte auf einem Stadtfest ein Gestell um, dabei wurden ein 58-Jähriger und ein 72-Jähriger schwer verletzt. Beide wurde mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus geflogen, wie die Polizei in Koblenz mitteilte.

Zehntausende in Taiwan nach Durchzug von Taifun "Champi" ohne Strom

Hunderte Verletzte, entwurzelte Bäume, zehntausende Haushalte ohne Strom: Der Taifun "Champi" ist über Taiwan hinweggefegt und hat dabei erhebliche Schäden in dem Inselstaat angerichtet. Zahlreiche Einsatzkräfte arbeiteten nach Angaben der Behörden am Samstag daran, die Stromversorgung für rund 56.000 Haushalte wiederherzustellen. Seit Donnerstag, als die ersten Warnungen vor dem Taifun ausgegeben wurden, kam ein Mensch ums Leben und etwa 500 weitere wurden verletzt.

Nach tödlichem Angriff auf Soldaten: Netanjahu droht Großoffensive im Westjordanland an

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat nach dem Tod von zwei Soldaten bei einem Angriff bewaffneter Palästinenser im besetzten Westjordanland eine großangelegte Militäroffensive angekündigt. Vier Tage vor der Parlamentswahl in Israel ordnete Netanjahu am Freitag eine "vollständige Abriegelung" des Palästinensergebiets an. Er stellte zudem eine Militäroffensive in Aussicht, wie es sie seit dem Sechstagekrieg im Jahr 1967 nicht gegeben habe.

Medienbericht: Weitere Anklage im Fall Wirecard

Im Wirecard-Skandal hat die Staatsanwaltschaft München I einem Medienbericht zufolge eine weitere Anklage erhoben. Wie das Nachrichtenmagazin "Spiegel" am Freitag berichtete, handelt es sich dabei um eine frühere Mitarbeiterin, die von Dezember 2019 bis zur Wirecard-Insolvenz im Juni 2020 im Zuständigkeitsbereich von Vorstand Jan Marsalek arbeitete. Zuvor war sie demnach in der Konzernbuchhaltung beschäftigt.

Textgröße ändern: