Deutsche Tageszeitung - Polizei leitet Strafverfahren nach Massenschlägerei in Essen ein

Polizei leitet Strafverfahren nach Massenschlägerei in Essen ein


Polizei leitet Strafverfahren nach Massenschlägerei in Essen ein
Polizei leitet Strafverfahren nach Massenschlägerei in Essen ein / Foto: © AFP/Archiv

Nach einer Massenschlägerei zwischen Syrern und Libanesen in Essen hat die Polizei mehrere Strafverfahren eingeleitet. Ermittelt werde unter anderem wegen schweren Landfriedensbruchs, gefährlicher Körperverletzung und Verstößen gegen das Waffengesetz, teilte die Polizei in Essen am Montag mit. Bei der Auseinandersetzung am Freitagabend waren vier Polizeibeamte und zwei weitere Menschen verletzt worden.

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Den Angaben zufolge waren bei dem gewalttätigen Streit in der Essener Innenstadt rund hundert Menschen vor Ort. Weitere Auseinandersetzungen konnten anschließend durch die Polizei verhindert werden. Bei groß angelegten Kontrollen am Wochenende beschlagnahmten die Beamten mehrere Waffen - darunter Messer, Baseballschläger, Eisenstangen und mit Nägeln bespickte Dachlatten. 250 Menschen wurden kontrolliert.

Am Sonntag erhielten die Beamten nach eigenen Angaben Hinweise auf ein Treffen von rund 200 Menschen in einer Moschee im Essener Norden, das mit der Massenschlägerei in Verbindung stehen könnte. Derzeit liefen dazu Ermittlungen, hieß es weiter. Die Polizei warnte vor Paralleljustiz und dem Einsatz von sogenannten Friedensrichtern und rief "Mitglieder der syrischen und libanesischen Community" auf, die Polizei mit Hinweisen zu unterstützen.

Auch im nordrhein-westfälischen Castrop-Rauxel hatten gewalttätige Auseinandersetzung die Polizei in Atem gehalten. Hier gab es am Donnerstag eine Schlägerei mit bis zu 30 Menschen. Ein Polizeibeamter wurde durch den Wurf mit einer Holzlatte verletzt. Am Freitag rückte die Polizei erneut zu einem Großeinsatz aus und beschlagnahmte mehrere Waffen, darunter Messer, Macheten und eine Schusswaffe. Zur Aufklärung wurde eine 19-köpfige Mordkommission eingesetzt.

Nordrhein-Westfalens Justizminister Benjamin Limbach (Grüne) kündigte ein konsequentes Vorgehen gegen die Täter an. "Der Staat duldet nicht, dass Konflikte mittels handgreiflicher Auseinandersetzungen ausgetragen werden, egal von wem", sagte Limbach der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung laut Vorabmeldung. Wer kriminelle Gewalt anwende, gegen den würden die Staatsanwaltschaften ermitteln und Strafverfahren einleiten, betonte der Minister weiter.

(V.Sørensen--DTZ)

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