Deutsche Tageszeitung - Nach Amokdrohungen an Schulen in Baden-Württemberg 14-Jähriger festgenommen

Nach Amokdrohungen an Schulen in Baden-Württemberg 14-Jähriger festgenommen


Nach Amokdrohungen an Schulen in Baden-Württemberg 14-Jähriger festgenommen
Nach Amokdrohungen an Schulen in Baden-Württemberg 14-Jähriger festgenommen / Foto: © AFP/Archiv

In Baden-Württemberg haben Ermittler nach mutmaßlichen Amokdrohungen an Schulen einen 14-jährigen Tatverdächtigen festgenommen. Wie die Staatsanwaltschaft in Mosbach und die Polizei in Heilbronn am Dienstag mitteilten, wurde am Freitagmorgen in der Mädchentoilette einer Realschule in Buchen ein erster Schriftzug entdeckt, welcher eine mutmaßliche Amoktat androhte. Die Beamten kontrollierten das Gelände anschließend verstärkt und nahmen Ermittlungen auf.

Textgröße ändern:

In den Fokus geriet demnach ein Schüler, der am Montag der Schulleitung des Gymnasiums in Buchen meldete, einen Schriftzug mit weiteren Drohungen entdeckt zu haben. Ein ähnlicher Schriftzug wurde in der Schule am Dienstagmorgen gesehen. Die Beamten ermittelten schließlich den 14-Jährigen, der am Vortag der Schulleitung den Hinweis gegeben hatte, als Tatverdächtigen und nahmen ihn fest.

Bei der folgenden Durchsuchung beschlagnahmten die Ermittler umfangreiches Beweismaterial, unter anderem das Mobiltelefon des Jugendlichen. Die Ermittlungen gegen den Schüler dauerten an. Es werde geprüft, ob ihm die Kosten für den Polizeieinsatz in Rechnung zu stellen sind, hieß es. Zudem war noch unklar, ob er auch für den am Freitag entdeckten Schriftzug in der Realschule verantwortlich war.

(P.Vasilyevsky--DTZ)

Empfohlen

Herbststurm "Luise" sorgt für Zugausfälle und Feuerwehreinsätze

Der Herbststurm "Luise" hat am Freitag im Westen und Südwesten Deutschlands für Beeinträchtigungen im Bahnverkehr und zahlreiche Feuerwehreinsätze gesorgt. In Nastätten in Rheinland-Pfalz kippte auf einem Stadtfest ein Gestell um, dabei wurden ein 58-Jähriger und ein 72-Jähriger schwer verletzt. Beide wurde mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus geflogen, wie die Polizei in Koblenz mitteilte.

Zehntausende in Taiwan nach Durchzug von Taifun "Champi" ohne Strom

Hunderte Verletzte, entwurzelte Bäume, zehntausende Haushalte ohne Strom: Der Taifun "Champi" ist über Taiwan hinweggefegt und hat dabei erhebliche Schäden in dem Inselstaat angerichtet. Zahlreiche Einsatzkräfte arbeiteten nach Angaben der Behörden am Samstag daran, die Stromversorgung für rund 56.000 Haushalte wiederherzustellen. Seit Donnerstag, als die ersten Warnungen vor dem Taifun ausgegeben wurden, kam ein Mensch ums Leben und etwa 500 weitere wurden verletzt.

Nach tödlichem Angriff auf Soldaten: Netanjahu droht Großoffensive im Westjordanland an

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat nach dem Tod von zwei Soldaten bei einem Angriff bewaffneter Palästinenser im besetzten Westjordanland eine großangelegte Militäroffensive angekündigt. Vier Tage vor der Parlamentswahl in Israel ordnete Netanjahu am Freitag eine "vollständige Abriegelung" des Palästinensergebiets an. Er stellte zudem eine Militäroffensive in Aussicht, wie es sie seit dem Sechstagekrieg im Jahr 1967 nicht gegeben habe.

Medienbericht: Weitere Anklage im Fall Wirecard

Im Wirecard-Skandal hat die Staatsanwaltschaft München I einem Medienbericht zufolge eine weitere Anklage erhoben. Wie das Nachrichtenmagazin "Spiegel" am Freitag berichtete, handelt es sich dabei um eine frühere Mitarbeiterin, die von Dezember 2019 bis zur Wirecard-Insolvenz im Juni 2020 im Zuständigkeitsbereich von Vorstand Jan Marsalek arbeitete. Zuvor war sie demnach in der Konzernbuchhaltung beschäftigt.

Textgröße ändern: