Deutsche Tageszeitung - Polizei in Göttingen beklagt zunehmende "Hosentaschenanrufe"

Polizei in Göttingen beklagt zunehmende "Hosentaschenanrufe"


Polizei in Göttingen beklagt zunehmende "Hosentaschenanrufe"
Polizei in Göttingen beklagt zunehmende "Hosentaschenanrufe" / Foto: © AFP/Archiv

Die Polizei in Göttingen hat zunehmende "Hosentaschenanrufe" beklagt. Seit Anfang Juni gehen auffallend viele falsche Notrufe in den Leitstellen ein und belasten die Arbeit der Beamten, wie die Polizeidirektion am Freitag erklärte. Von "Hosentaschenanrufen" ist die Rede, wenn durch das versehentliche Drücken bestimmter Tastenkombinationen ein automatisierter Notruf ausgelöst wird.

Textgröße ändern:

In den beiden Leitstellen Göttingen und Hameln gehen demnach täglich etwa 35 solcher unbeabsichtigten Anrufe ein. Das entspreche einem Anteil von knapp acht Prozent der täglich rund 440 Notrufe. Wenn sich am anderen Ende der Leitung niemand zu Wort meldet oder das Gespräch abrupt beendet wird, könnte sich die Person auch in einer Notsituation befinden. Dies versucht die Leitstelle durch einen standardisierten Rückruf zu klären, was wiederum Ressourcen bindet, wie die Polizeidirektion kritisierte.

Ein Großteil der aktuell in Göttingen eingehenden "Hosentaschenanrufe" geht demnach von Android-Mobiltelefonen aus. Grund sei eine kürzliche Funktionsumstellung, die das Absetzen von Notrufen erleichtern soll. Sobald ein Update zur Verfügung steht, sollten Handynutzer daher in Telefon aktualisieren, forderte die Polizei.

(U.Beriyev--DTZ)

Empfohlen

Herbststurm "Luise" sorgt für Zugausfälle und Feuerwehreinsätze

Der Herbststurm "Luise" hat am Freitag im Westen und Südwesten Deutschlands für Beeinträchtigungen im Bahnverkehr und zahlreiche Feuerwehreinsätze gesorgt. In Nastätten in Rheinland-Pfalz kippte auf einem Stadtfest ein Gestell um, dabei wurden ein 58-Jähriger und ein 72-Jähriger schwer verletzt. Beide wurde mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus geflogen, wie die Polizei in Koblenz mitteilte.

Zehntausende in Taiwan nach Durchzug von Taifun "Champi" ohne Strom

Hunderte Verletzte, entwurzelte Bäume, zehntausende Haushalte ohne Strom: Der Taifun "Champi" ist über Taiwan hinweggefegt und hat dabei erhebliche Schäden in dem Inselstaat angerichtet. Zahlreiche Einsatzkräfte arbeiteten nach Angaben der Behörden am Samstag daran, die Stromversorgung für rund 56.000 Haushalte wiederherzustellen. Seit Donnerstag, als die ersten Warnungen vor dem Taifun ausgegeben wurden, kam ein Mensch ums Leben und etwa 500 weitere wurden verletzt.

Nach tödlichem Angriff auf Soldaten: Netanjahu droht Großoffensive im Westjordanland an

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat nach dem Tod von zwei Soldaten bei einem Angriff bewaffneter Palästinenser im besetzten Westjordanland eine großangelegte Militäroffensive angekündigt. Vier Tage vor der Parlamentswahl in Israel ordnete Netanjahu am Freitag eine "vollständige Abriegelung" des Palästinensergebiets an. Er stellte zudem eine Militäroffensive in Aussicht, wie es sie seit dem Sechstagekrieg im Jahr 1967 nicht gegeben habe.

Medienbericht: Weitere Anklage im Fall Wirecard

Im Wirecard-Skandal hat die Staatsanwaltschaft München I einem Medienbericht zufolge eine weitere Anklage erhoben. Wie das Nachrichtenmagazin "Spiegel" am Freitag berichtete, handelt es sich dabei um eine frühere Mitarbeiterin, die von Dezember 2019 bis zur Wirecard-Insolvenz im Juni 2020 im Zuständigkeitsbereich von Vorstand Jan Marsalek arbeitete. Zuvor war sie demnach in der Konzernbuchhaltung beschäftigt.

Textgröße ändern: