Deutsche Tageszeitung - Brand an Bord von Autofrachter vor Ameland könnte noch "Tage dauern"

Brand an Bord von Autofrachter vor Ameland könnte noch "Tage dauern"


Brand an Bord von Autofrachter vor Ameland könnte noch "Tage dauern"
Brand an Bord von Autofrachter vor Ameland könnte noch "Tage dauern" / Foto: © ANP/AFP

Ein vor der niederländischen Wattenmeer-Insel Ameland in Brand geratener Frachter mit rund 3000 Autos an Bord wird möglicherweise noch tagelang brennen. Das Feuer könne nicht gelöscht werden, solange die "Fremantle Highway" nicht stabilisiert sei, sagte eine Sprecherin der niederländischen Küstenwache am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. Durch den Brand ist ein Besatzungsmitglied ums Leben gekommen, weitere wurden verletzt.

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Der in Panama registrierte Frachter "Fremantle Highway" war laut Küstenwache mit 23 Besatzungsmitgliedern auf dem Weg von Bremerhaven nach Port Said, als gegen Mitternacht rund 27 Kilometer nördlich von Ameland das Feuer an Bord ausbrach. Die Besatzung versuchte noch, es selbst zu löschen. Dies gelang ihr jedoch nicht, daraufhin wurde sie mit Hubschraubern und Schiffen von Bord geholt worden. Einige waren zuvor von Bord gesprungen.

Der Brand war möglicherweise durch eines der 25 Elektroautos ausgelöst worden, sagte ein Vertreter der Küstenwache dem Rundfunksender NOS. "Wir ziehen alle Szenarios in Betracht", fügte er hinzu.

Nach Angaben der Küstenwache wurden noch Spezialkräfte aus Rotterdam per Hubschrauber zum Löschen des Brands zu dem Frachter geflogen. Doch breitete sich das Feuer so rasch aus, dass sie nicht mehr an Bord konnten.

Inzwischen hat das 18.500 Tonnen schwere Schiff Schlagseite. Laut NOS gelang es einem Schlepper aber, ein Kabel an dem 18.500 Tonnen schweren Frachtschiff zu befestigen, damit es nicht abdriftet und eine wichtige Schifffahrtsroute nach Deutschland blockiert.

Solange das Schiff nicht stabilisiert sei, könnten die Löscharbeiten an Bord nicht beginnen, sagte die Sprecherin. Um jedes zusätzliche Risiko zu vermeiden, werde deshalb derzeit zur Abkühlung auch nur die Seite der "Fremantle Highway" mit Wasser besprüht, nicht aber das Deck.

Berichten von Fachmedien zufolge gehört die "Fremantle Highway" dem japanischen Unternehmen Shoei Kisen Kaisha, dem Eigner des Containerschiffs "Ever Given", das im März 2021 den Suezkanal blockiert hatte. An Bord des Frachters befinden sich unter anderem 350 Fahrzeuge von Mercedes-Benz, wie der Autokonzern mitteilte.

Das Wattenmeer gehört zum Weltnaturerbe der Unesco. Das Gebiet verfügt über eine reiche Vielfalt von über 10.000 Tier- und Pflanzenarten. Sollte das Frachtschiff sinken, wäre das eine "Katastrophe", schrieb die Zeitung "De Telegraaf". "Wir wollen nicht spekulieren, aber natürlich sind wir, wie alle, besorgt", sagte die Ökologin Ellen Kuipers von der Umweltschutzorganisation Waddenvereniging der AFP.

(I.Beryonev--DTZ)

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