Deutsche Tageszeitung - Lebenslange Haft im erneuten Prozess um Mord ohne Leiche in Hessen

Lebenslange Haft im erneuten Prozess um Mord ohne Leiche in Hessen


Lebenslange Haft im erneuten Prozess um Mord ohne Leiche  in Hessen
Lebenslange Haft im erneuten Prozess um Mord ohne Leiche in Hessen / Foto: © AFP/Archiv

Im erneuten Prozess um einen Mord ohne Leiche an einem seit mehr als zweieinhalb Jahren vermissten Geschäftsmann aus Hessen hat das Landgericht Hanau den Angeklagten wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Zudem wurde er wegen des illegalen Besitzes von Schusswaffen schuldig gesprochen, sagte eine Sprecherin der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch.

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Die Kammer sah es als erwiesen an, dass der 60-Jährige den als wohlhabend geltenden Geschäftsmann am 21. Januar 2021 in der Werkstatt einer Fahrzeughalle im Streit um Geld heimtückisch und aus niederen Beweggründen ermordete. Seither wird das mutmaßliche Opfer vermisst. Auch eine Tatwaffe wurde bislang nicht gefunden. Wie die Tat konkret begangen wurde, blieb unklar.

Der 60-Jährige hatte die Fahrzeughalle im Main-Kinzig-Kreis von dem 79-Jährigen gemietet. In der Vergangenheit kam es laut Urteil öfter zum Streit wegen offener Geldforderungen. Das Urteil ging über die Forderung der Staatsanwaltschaft hinaus. Diese hatte auf zwölf Jahre und fünf Monate Haft wegen Totschlags plädiert. Die Verteidigung hatte einen Freispruch gefordert.

Es war bereits der zweite Prozess in diesem Fall. Im Februar 2023 platzte der Prozess wegen der krankheitsbedingten Verhandlungsunfähigkeit eines Schöffen nach rund 16 Monaten Verhandlung. Der Angeklagte wurde nach rund zwei Jahren unter strengen Auflagen aus der Untersuchungshaft entlassen. Im März begann der Prozess gegen ihn von vorn.

(V.Korablyov--DTZ)

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