Deutsche Tageszeitung - Berliner Polizeigewerkschaft will Entschädigung für angegriffene Beamte

Berliner Polizeigewerkschaft will Entschädigung für angegriffene Beamte


Berliner Polizeigewerkschaft will Entschädigung für angegriffene Beamte
Berliner Polizeigewerkschaft will Entschädigung für angegriffene Beamte / Foto: © AFP/Archiv

Angesichts vermehrter Angriffe auf Polizistinnen und Polizisten hat der Berliner Landesverband der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) eine "Angriffsentschädigung" für Betroffene gefordert. Diese sollte 2000 Euro bei einem körperlichem Angriff und 1000 Euro bei einer Beleidigung betragen, schlug die Gewerkschaft am Mittwoch vor. Gefordert wird die Entschädigung für Kräfte von Polizei, Feuerwehr und Ordnungsamt - sowohl für verbeamtete als auch tarifbeschäftigte Kräfte.

Textgröße ändern:

Die Zahlung soll unabhängig von der Schwere der Verletzung nach einem abgeschlossenen Strafverfahren erfolgen und zudem einkommenssteuer- und pfändungsfrei sein. Eine solche Angriffsentschädigung forderte kürzlich ebenfalls der Hamburger Landesverband der Polizeigewerkschaft. In Hessen wurde eine Entschädigung in Höhe von 2000 Euro bereits Ende 2021 eingeführt.

Laut Polizeilicher Kriminalstatistik wurden im vergangenen Jahr in Berlin 8726 Polizeikräfte angegriffen - 157 Fälle oder 1,8 Prozent mehr als im Vorjahr. 1565 davon wurden körperlich verletzt, 16 von ihnen schwer.

(L.Barsayjeva--DTZ)

Empfohlen

Migrationskommissar Brunner will Frontex zur "zentralen EU-Abschiebeagentur" machen

EU-Migrationskommissar Magnus Brunner will die europäische Grenzschutzagentur Frontex zur "zentralen EU-Abschiebeagentur" machen. "Wir werden am Dienstag einen Gesetzesvorschlag präsentieren, um Frontex breiter und stärker aufzustellen", erklärte Brunner am Sonntag. "Wer kein Recht hat, in der EU zu bleiben, muss sie auch tatsächlich verlassen", fügte er hinzu. Die "europäische Migrationswende" werde "konsequent" fortgesetzt.

Erste Herbststürme sorgen für Schäden: Tausende Haushalte in Freiburg ohne Strom

Die ersten Herbststürme sind am Wochenende über Deutschland gezogen und haben für Schäden gesorgt. In Freiburg und Umgebung fiel am Sonntag aufgrund von Unwetterschäden in rund zehntausend Haushalten stundenlang der Strom aus, wie der Versorger Badenova mitteilte. Insbesondere im Westen des Landes meldeten die Feuerwehren Einsätze unter anderem wegen umgestürzter Bäume. Laut Wetterdienst drohten bis Sonntagabend lokale Sturmböen, an der Nordsee und in Höhenlagen Orkan.

60-Jähriger bei antisemitischem Angriff in Berlin verletzt

Ein Unbekannter soll einen Mann in Berlin-Schöneberg nach der Frage nach dessen jüdischer Identität beleidigt und niedergeschlagen haben. Der Staatsschutz ermittelt.

Rund zehntausend Haushalte betroffen: Großer Stromausfall durch Sturm in Freiburg

Ein sturmbedingter Stromausfall hat am Sonntag rund zehntausend Haushalte in Freiburg und Umgebung zeitweise von der Stromversorgung abgeschnitten. Grund waren in Leitungen gestürzte Bäume und ein in ein Umspannwerk gewehtes Wellblechdach, wie der Versorger Badenova in der baden-württembergischen Stadt mitteilte. Mehrere Freiburger Stadtteile und umliegende Gemeinden waren betroffen. Erst rund sieben Stunden nach den ersten Störungen war die Stromversorgung überall wieder hergestellt.

Textgröße ändern: