Deutsche Tageszeitung - Feuerwehr bekommt Waldbrand im Nordosten von Teneriffa nicht in den Griff

Feuerwehr bekommt Waldbrand im Nordosten von Teneriffa nicht in den Griff


Feuerwehr bekommt Waldbrand im Nordosten von Teneriffa nicht in den Griff
Feuerwehr bekommt Waldbrand im Nordosten von Teneriffa nicht in den Griff / Foto: © AFP

Die Feuerwehr auf der Kanareninsel Teneriffa bekommt einen "außer Kontrolle" geratenen Waldbrand nicht in den Griff. "Die Nacht war sehr hart", sagte Regionalpräsident Fernando Clavijo am Donnerstag vor Journalisten. Er sprach von dem "kompliziertesten Feuer" auf den Kanarischen Inseln seit mindestens vier Jahrzehnten.

Textgröße ändern:

Der Brand war am Dienstagabend im Nordosten Teneriffas ausgebrochen. Bis Donnerstag fielen nach Angaben der Behörden in einem Umkreis von 30 Kilometern mehr als 2600 Hektar Land den Flammen zum Opfer.

Rund zehn Dörfer in der bei Urlaubern beliebten Region wurden evakuiert; alle Straßen, die in die Berge im Nordosten der Insel führen, wurden gesperrt. Die Einwohner des fünf Kilometer nördlich vom Flughafen Tenerife Norte gelegenen Ortes La Esperanza wurden aufgefordert, ihre Häuser nicht zu verlassen. Insgesamt 7600 Menschen waren von den Maßnahmen betroffen.

Mehr als 250 Feuerwehrleute und Soldaten der Nothilfe-Einheit UME sowie 17 Flugzeuge und Hubschrauber waren nach Angaben Clavijos am Donnerstag im Einsatz. Die Zahl der UME-Soldaten sollte im Laufe des Tages noch aufgestockt werden.

Die zu Spanien gehörenden Kanaren waren kürzlich von einer extremen Hitzewelle heimgesucht worden, die in vielen Regionen für Trockenheit gesorgt und die Waldbrandgefahr erhöht hat. Erst im Juli hatten auf der Nachbarinsel La Palma heftige Brände gewütet. Dabei verbrannten innerhalb weniger Stunden mehr als 4500 Hektar Land, 2500 Menschen mussten ihre Häuser verlassen.

(V.Korablyov--DTZ)

Empfohlen

Rassistischer Angriff in Pariser Vorstadt: Psychisch kranker Täter stand unter Drogen

Der Angreifer, der in zwei Pariser Vorstädten aus mutmaßlich rassistischen Motiven einen Menschen getötet und fünf weitere verletzt hat, leidet offenbar an Schizophrenie und stand während der Tat unter Drogeneinfluss. Nachdem der Polizeigewahrsam des 39-jährigen Kevin T. am Samstag aufgehoben worden war, wurde er am Sonntag in die Psychiatrie eingewiesen, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. In einem Trauermarsch gedachten hunderte Angehörige und Unterstützer des 26-jährigen afrikanischstämmigen Todesopfers.

Migrationskommissar Brunner will Frontex zur "zentralen EU-Abschiebeagentur" machen

EU-Migrationskommissar Magnus Brunner will die europäische Grenzschutzagentur Frontex zur "zentralen EU-Abschiebeagentur" machen. "Wir werden am Dienstag einen Gesetzesvorschlag präsentieren, um Frontex breiter und stärker aufzustellen", erklärte Brunner am Sonntag. "Wer kein Recht hat, in der EU zu bleiben, muss sie auch tatsächlich verlassen", fügte er hinzu. Die "europäische Migrationswende" werde "konsequent" fortgesetzt.

Erste Herbststürme sorgen für Schäden: Tausende Haushalte in Freiburg ohne Strom

Die ersten Herbststürme sind am Wochenende über Deutschland gezogen und haben für Schäden gesorgt. In Freiburg und Umgebung fiel am Sonntag aufgrund von Unwetterschäden in rund zehntausend Haushalten stundenlang der Strom aus, wie der Versorger Badenova mitteilte. Insbesondere im Westen des Landes meldeten die Feuerwehren Einsätze unter anderem wegen umgestürzter Bäume. Laut Wetterdienst drohten bis Sonntagabend lokale Sturmböen, an der Nordsee und in Höhenlagen Orkan.

60-Jähriger bei antisemitischem Angriff in Berlin verletzt

Ein Unbekannter soll einen Mann in Berlin-Schöneberg nach der Frage nach dessen jüdischer Identität beleidigt und niedergeschlagen haben. Der Staatsschutz ermittelt.

Textgröße ändern: