Deutsche Tageszeitung - Zwei Israelis bei Schusswaffenangriff im Westjordanland getötet

Zwei Israelis bei Schusswaffenangriff im Westjordanland getötet


Zwei Israelis bei Schusswaffenangriff im Westjordanland getötet
Zwei Israelis bei Schusswaffenangriff im Westjordanland getötet / Foto: © AFP

Bei einem mutmaßlichen Schusswaffenangriff im von Israel besetzten Westjordanland sind zwei israelische Zivilisten getötet worden. Nach Angaben der israelischen Armee wurde am Samstag ein "mutmaßlicher Schusswaffenangriff auf mehrere israelische Zivilisten" im Gebiet von Huwara verübt. Zwei Menschen seien gestorben. Laut Ministerpräsident Benjamin Netanjahu handelt es sich um einen Vater und dessen Sohn. Die Armee fahnde nach dem "Mörder".

Textgröße ändern:

Laut der palästinensischen Nachrichtenagentur Wafa sperrte die israelische Armee die Zufahrten zu der nahegelegenen Stadt Nablus ab und suchte dort nach den Angreifern. Dem israelischen Rettungsdienst Magen David Adom zufolge ereignete sich der Angriff am Nachmittag an einer Autowaschanlage in Huwara.

Die Gewalt im Westjordanland hat seit Anfang vergangenen Jahres stark zugenommen. Es gab eine Reihe von palästinensischen Angriffen auf israelische Ziele, wiederholte Razzien der israelischen Armee und Gewalt jüdischer Siedler gegen palästinensische Bewohner.

Seit Beginn dieses Jahres sind laut einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP auf Grundlage offizieller Zahlen mindestens 218 Palästinenser, rund 30 Israelis, eine Ukrainerin und ein Italiener getötet worden. Bei einem großen Teil der Opfer handelt es sich um Zivilisten.

(A.Nikiforov--DTZ)

Empfohlen

Rassistischer Angriff in Pariser Vorstadt: Psychisch kranker Täter stand unter Drogen

Der Angreifer, der in zwei Pariser Vorstädten aus mutmaßlich rassistischen Motiven einen Menschen getötet und fünf weitere verletzt hat, leidet offenbar an Schizophrenie und stand während der Tat unter Drogeneinfluss. Nachdem der Polizeigewahrsam des 39-jährigen Kevin T. am Samstag aufgehoben worden war, wurde er am Sonntag in die Psychiatrie eingewiesen, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. In einem Trauermarsch gedachten hunderte Angehörige und Unterstützer des 26-jährigen afrikanischstämmigen Todesopfers.

Migrationskommissar Brunner will Frontex zur "zentralen EU-Abschiebeagentur" machen

EU-Migrationskommissar Magnus Brunner will die europäische Grenzschutzagentur Frontex zur "zentralen EU-Abschiebeagentur" machen. "Wir werden am Dienstag einen Gesetzesvorschlag präsentieren, um Frontex breiter und stärker aufzustellen", erklärte Brunner am Sonntag. "Wer kein Recht hat, in der EU zu bleiben, muss sie auch tatsächlich verlassen", fügte er hinzu. Die "europäische Migrationswende" werde "konsequent" fortgesetzt.

Erste Herbststürme sorgen für Schäden: Tausende Haushalte in Freiburg ohne Strom

Die ersten Herbststürme sind am Wochenende über Deutschland gezogen und haben für Schäden gesorgt. In Freiburg und Umgebung fiel am Sonntag aufgrund von Unwetterschäden in rund zehntausend Haushalten stundenlang der Strom aus, wie der Versorger Badenova mitteilte. Insbesondere im Westen des Landes meldeten die Feuerwehren Einsätze unter anderem wegen umgestürzter Bäume. Laut Wetterdienst drohten bis Sonntagabend lokale Sturmböen, an der Nordsee und in Höhenlagen Orkan.

60-Jähriger bei antisemitischem Angriff in Berlin verletzt

Ein Unbekannter soll einen Mann in Berlin-Schöneberg nach der Frage nach dessen jüdischer Identität beleidigt und niedergeschlagen haben. Der Staatsschutz ermittelt.

Textgröße ändern: