Deutsche Tageszeitung - Tropischer Sturm "Hilary" trifft im Nordwesten Mexikos auf Land

Tropischer Sturm "Hilary" trifft im Nordwesten Mexikos auf Land


Tropischer Sturm "Hilary" trifft im Nordwesten Mexikos auf Land
Tropischer Sturm "Hilary" trifft im Nordwesten Mexikos auf Land / Foto: © AFP

Der tropische Sturm "Hilary" ist am Sonntag im Nordwesten Mexikos auf Land getroffen. Der als Hurrikan gestartete und später zurückgestufte Sturm traf am Mittag (Ortszeit) im Norden der mexikanischen Halbinsel Baja California mit Windgeschwindigkeiten von 100 Kilometern pro Stunde auf Land, wie das Nationale Hurrikan-Zentrum (NHC) der USA mitteilte. Mexiko und Teile des Südwestens der USA erwarteten bis Montag "katastrophale und lebensbedrohliche Überschwemmungen".

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Das NHC hatte die Stärke des Wirbelsturms zunächst mit Stufe vier der fünfstufigen Skala angegeben. Dann wurde er auf eins herabgestuft und später nur noch als tropischer Sturm deklariert. Die US-Behörden betonten jedoch, von "Hilary" gehe weiterhin weiter große Gefahr aus.

Am Samstagnachmittag hatte "Hilary" nach Angaben des NHC Windgeschwindigkeiten von bis zu 175 Stundenkilometern erreicht. Am Sonntag setzte der Sturm seinen Weg Richtung Norden fort, am Nachmittag (Ortszeit) wurde er im Süden des US-Bundesstaats Kalifornien erwartet. Für weite Teile der Region rief Gouverneur Gavin Newsom den Notstand aus.

"Hilary" sollte laut NHC starken Regen in die für ihre Trockenheit bekannten Bundesstaaten Kalifornien und Nevada bringen. Dort sowie in Arizona und Utah sei sogar mit Tornados zu rechnen.

US-Präsident Joe Biden, der sich mit seiner Familie im Urlaub am Lake Tahoe an der Grenze zwischen Kalifornien und Nevada befand, wurde nach Angaben des Weißen Hauses fortlaufend unterrichtet. Am Montag wollte der Präsident nach Hawaii fliegen.

Die Chefin des kalifornischen Gouverneursbüros für Notfalldienste, Nancy Ward, sagte am Samstag vor Journalisten, dass "Hilary" einer der schlimmsten Stürme sein könnte, die den Bundesstaat seit mehr als zehn Jahren getroffen hätten. Es sei ein "sehr, sehr gefährlicher und bedeutsamer Sturm", der keinesfalls zu unterschätzen sei.

Die mexikanische Katastrophenschutzbehörde teilte indes am Samstag mit, dass die Pegel der Flüsse und Bäche in Loreto und Mulegé an der Ostküste von Baja California erheblich angestiegen seien. Infolgedessen sei es dort zu Erdrutschen gekommen, Straßen seien gesperrt worden. Zudem sei mindestens ein Mensch ums Leben gekommen, nachdem ein Fahrzeug von den Wassermassen mitgerissen worden war.

In dem bei Touristen beliebten Urlaubsort Cabo San Lucas an der Südspitze der Halbinsel Baja California stellten die Menschen Schutzwände auf und legten angesichts der hohen Wellen tausende Sandsäcke aus. Armeeangehörige patrouillierten am Strand der Stadt. "Wir haben gestern Abend alle Vorsichtsmaßnahmen getroffen", sagte Restaurantmitarbeiter Omar Olvera der Nachrichtenagentur AFP mit Blick auf die um das Lokal gestapelten Sandsäcke.

Auch die Straßen in der Stadt Todos Santos an der Westküste der Halbinsel waren am Samstag weitgehend menschenleer. Der nahe gelegene Strand von Los Cerritos blieb wegen des starken Wellengangs geschlossen.

Die mexikanische Regierung hat fast 19.000 Soldaten in den am stärksten vom Sturm betroffenen Bundesstaaten stationiert. Das staatliche Elektrizitätswerk entsandte vorsichtshalber 800 Mitarbeiter und hunderte Fahrzeuge, um auf eventuelle Stromausfälle vorbereitet zu sein.

(U.Stolizkaya--DTZ)

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