Deutsche Tageszeitung - 41-Jährige aus Sachsen-Anhalt wegen Tötung ihres Babys vor Gericht

41-Jährige aus Sachsen-Anhalt wegen Tötung ihres Babys vor Gericht


41-Jährige aus Sachsen-Anhalt wegen Tötung ihres Babys vor Gericht
41-Jährige aus Sachsen-Anhalt wegen Tötung ihres Babys vor Gericht / Foto: © AFP/Archiv

Fünf Monate nach dem Fund eines toten Babys in einem Altkleidercontainer in Tangerhütte in Sachsen-Anhalt muss sich die Mutter des Kinds vor Gericht verantworten. Der 41-Jährigen wird in dem am Dienstag am Landgericht Stendal begonnenen Prozess Totschlag vorgeworfen.

Textgröße ändern:

Die Leiche des Babys wurde im März von Mitarbeitern einer Textilverarbeitungsfirma in einem Altkleidercontainer entdeckt. Die Obduktion ergab, dass das Mädchen lebend geboren worden war und durch Messerstiche zu Tode kam.

Die Kindsmutter wurde ermittelt und festgenommen. Sie sitzt seit Ende März in Untersuchungshaft. In der Vernehmung bei der Polizei gestand sie, ihr Neugeborenes nach der Geburt Anfang März allein in ihrer Wohnung in Tangerhütte getötet zu haben.

Die Frau hat bereits vier Kinder. Für den Prozess wurden zunächst zwei weitere Verhandlungstage angesetzt. Ein Urteil könnte am Mittwoch kommender Woche fallen.

Bei einer Wohnungsdurchsuchung nach dem Fund des toten Babys wurde zunächst auch ein 33-Jähriger vorläufig festgenommen. Er kam jedoch wieder frei, weil es keinen Tatverdacht gegen den Mann gab.

(M.Dylatov--DTZ)

Empfohlen

Rassistischer Angriff in Pariser Vorstadt: Psychisch kranker Täter stand unter Drogen

Der Angreifer, der in zwei Pariser Vorstädten aus mutmaßlich rassistischen Motiven einen Menschen getötet und fünf weitere verletzt hat, leidet offenbar an Schizophrenie und stand während der Tat unter Drogeneinfluss. Nachdem der Polizeigewahrsam des 39-jährigen Kevin T. am Samstag aufgehoben worden war, wurde er am Sonntag in die Psychiatrie eingewiesen, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. In einem Trauermarsch gedachten hunderte Angehörige und Unterstützer des 26-jährigen afrikanischstämmigen Todesopfers.

Migrationskommissar Brunner will Frontex zur "zentralen EU-Abschiebeagentur" machen

EU-Migrationskommissar Magnus Brunner will die europäische Grenzschutzagentur Frontex zur "zentralen EU-Abschiebeagentur" machen. "Wir werden am Dienstag einen Gesetzesvorschlag präsentieren, um Frontex breiter und stärker aufzustellen", erklärte Brunner am Sonntag. "Wer kein Recht hat, in der EU zu bleiben, muss sie auch tatsächlich verlassen", fügte er hinzu. Die "europäische Migrationswende" werde "konsequent" fortgesetzt.

Erste Herbststürme sorgen für Schäden: Tausende Haushalte in Freiburg ohne Strom

Die ersten Herbststürme sind am Wochenende über Deutschland gezogen und haben für Schäden gesorgt. In Freiburg und Umgebung fiel am Sonntag aufgrund von Unwetterschäden in rund zehntausend Haushalten stundenlang der Strom aus, wie der Versorger Badenova mitteilte. Insbesondere im Westen des Landes meldeten die Feuerwehren Einsätze unter anderem wegen umgestürzter Bäume. Laut Wetterdienst drohten bis Sonntagabend lokale Sturmböen, an der Nordsee und in Höhenlagen Orkan.

60-Jähriger bei antisemitischem Angriff in Berlin verletzt

Ein Unbekannter soll einen Mann in Berlin-Schöneberg nach der Frage nach dessen jüdischer Identität beleidigt und niedergeschlagen haben. Der Staatsschutz ermittelt.

Textgröße ändern: