Deutsche Tageszeitung - Zweites Todesopfer innerhalb weniger Tage durch Schüsse im südfranzösischen Nîmes

Zweites Todesopfer innerhalb weniger Tage durch Schüsse im südfranzösischen Nîmes


Zweites Todesopfer innerhalb weniger Tage durch Schüsse im südfranzösischen Nîmes
Zweites Todesopfer innerhalb weniger Tage durch Schüsse im südfranzösischen Nîmes / Foto: © AFP

Knapp zwei Tage, nachdem im südfranzösischen Nîmes ein Zehnjähriger zum Zufallsopfer eines Schusswaffenangriffs wurde, ist im gleichen Stadtteil ein 18-Jähriger durch Schüsse getötet worden. Rettungskräfte hätten den jungen Mann am frühen Morgen leblos und mit Bauchverletzungen in einer Straße in dem für den Drogenhandel bekannten Viertel Pissevin gefunden, hieß es am Donnerstag aus Ermittlerkreisen. Das Opfer sei polizeibekannt.

Textgröße ändern:

Laut einer Polizeiquelle wurden in der Nähe des 18-Jährigen Patronenhülsen gefunden, die unter anderem einem Sturmgewehr zugeordnet werden konnten. Die Staatsanwaltschaft kündigte Ermittlungen wegen eines "Bandenmordes" an.

Es ist bereits der zweite Todesfall durch Schusswaffen in Pissevin innerhalb von wenigen Tagen. Am Montagabend war ein zehnjähriger Junge, dessen Familien laut Behörden "in keinster Weise" mit dem Drogenmilieu in Verbindung stand, auf dem Rücksitz eines Autos durch Schuss getötet worden.

In mehreren Städten im Südosten Frankreichs, darunter Marseille, Avignon und Nîmes, kommt es seit Jahren vermehrt zu Morden im Zusammenhang mit dem Drogenhandel. Durch die Gewalt gibt es auch immer wieder Zufallsopfer.

(L.Barsayjeva--DTZ)

Empfohlen

Rassistischer Angriff in Pariser Vorstadt: Psychisch kranker Täter stand unter Drogen

Der Angreifer, der in zwei Pariser Vorstädten aus mutmaßlich rassistischen Motiven einen Menschen getötet und fünf weitere verletzt hat, leidet offenbar an Schizophrenie und stand während der Tat unter Drogeneinfluss. Nachdem der Polizeigewahrsam des 39-jährigen Kevin T. am Samstag aufgehoben worden war, wurde er am Sonntag in die Psychiatrie eingewiesen, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. In einem Trauermarsch gedachten hunderte Angehörige und Unterstützer des 26-jährigen afrikanischstämmigen Todesopfers.

Migrationskommissar Brunner will Frontex zur "zentralen EU-Abschiebeagentur" machen

EU-Migrationskommissar Magnus Brunner will die europäische Grenzschutzagentur Frontex zur "zentralen EU-Abschiebeagentur" machen. "Wir werden am Dienstag einen Gesetzesvorschlag präsentieren, um Frontex breiter und stärker aufzustellen", erklärte Brunner am Sonntag. "Wer kein Recht hat, in der EU zu bleiben, muss sie auch tatsächlich verlassen", fügte er hinzu. Die "europäische Migrationswende" werde "konsequent" fortgesetzt.

Erste Herbststürme sorgen für Schäden: Tausende Haushalte in Freiburg ohne Strom

Die ersten Herbststürme sind am Wochenende über Deutschland gezogen und haben für Schäden gesorgt. In Freiburg und Umgebung fiel am Sonntag aufgrund von Unwetterschäden in rund zehntausend Haushalten stundenlang der Strom aus, wie der Versorger Badenova mitteilte. Insbesondere im Westen des Landes meldeten die Feuerwehren Einsätze unter anderem wegen umgestürzter Bäume. Laut Wetterdienst drohten bis Sonntagabend lokale Sturmböen, an der Nordsee und in Höhenlagen Orkan.

60-Jähriger bei antisemitischem Angriff in Berlin verletzt

Ein Unbekannter soll einen Mann in Berlin-Schöneberg nach der Frage nach dessen jüdischer Identität beleidigt und niedergeschlagen haben. Der Staatsschutz ermittelt.

Textgröße ändern: