Deutsche Tageszeitung - Neun Jahre Haft nach tödlichem Nachbarschaftsstreit in Nordrhein-Westfalen

Neun Jahre Haft nach tödlichem Nachbarschaftsstreit in Nordrhein-Westfalen


Neun Jahre Haft nach tödlichem Nachbarschaftsstreit in Nordrhein-Westfalen
Neun Jahre Haft nach tödlichem Nachbarschaftsstreit in Nordrhein-Westfalen / Foto: © AFP/Archiv

Weil er mit einer Spaltaxt die Tür seines Nachbarn einschlug und diesen anschließend mit einem Messer tötete, ist ein 61-Jähriger vom Landgericht Bielefeld zu einer mehrjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Der Angeklagte soll wegen Totschlags für neun Jahre in Haft, wie ein Gerichtssprecher am Montag sagte.

Textgröße ändern:

Demnach war es zwischen den Nachbarn in Gütersloh seit mehreren Jahren immer wieder wegen Nichtigkeiten zum Streit gekommen. Am 9. Februar soll das Opfer eine Bemerkung über den Hund des Angeklagten gemacht haben, was einen neuen Streit auslöste.

Nach den Feststellungen des Gerichts brach der Angeklagte am selben Abend die Haustür seines Nachbarn mit Hilfe einer Spaltaxt ein und öffnete diese. Daraufhin kam es zu einem Streitgespräch und einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen beiden.

Im Verlauf des Streits stach der Angeklagte mehrfach auf seinen Nachbarn ein. Der Mann erlag in der Folge den Stichverletzungen.

(P.Hansen--DTZ)

Empfohlen

Rassistischer Angriff in Pariser Vorstadt: Psychisch kranker Täter stand unter Drogen

Der Angreifer, der in zwei Pariser Vorstädten aus mutmaßlich rassistischen Motiven einen Menschen getötet und fünf weitere verletzt hat, leidet offenbar an Schizophrenie und stand während der Tat unter Drogeneinfluss. Nachdem der Polizeigewahrsam des 39-jährigen Kevin T. am Samstag aufgehoben worden war, wurde er am Sonntag in die Psychiatrie eingewiesen, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. In einem Trauermarsch gedachten hunderte Angehörige und Unterstützer des 26-jährigen afrikanischstämmigen Todesopfers.

Migrationskommissar Brunner will Frontex zur "zentralen EU-Abschiebeagentur" machen

EU-Migrationskommissar Magnus Brunner will die europäische Grenzschutzagentur Frontex zur "zentralen EU-Abschiebeagentur" machen. "Wir werden am Dienstag einen Gesetzesvorschlag präsentieren, um Frontex breiter und stärker aufzustellen", erklärte Brunner am Sonntag. "Wer kein Recht hat, in der EU zu bleiben, muss sie auch tatsächlich verlassen", fügte er hinzu. Die "europäische Migrationswende" werde "konsequent" fortgesetzt.

Erste Herbststürme sorgen für Schäden: Tausende Haushalte in Freiburg ohne Strom

Die ersten Herbststürme sind am Wochenende über Deutschland gezogen und haben für Schäden gesorgt. In Freiburg und Umgebung fiel am Sonntag aufgrund von Unwetterschäden in rund zehntausend Haushalten stundenlang der Strom aus, wie der Versorger Badenova mitteilte. Insbesondere im Westen des Landes meldeten die Feuerwehren Einsätze unter anderem wegen umgestürzter Bäume. Laut Wetterdienst drohten bis Sonntagabend lokale Sturmböen, an der Nordsee und in Höhenlagen Orkan.

60-Jähriger bei antisemitischem Angriff in Berlin verletzt

Ein Unbekannter soll einen Mann in Berlin-Schöneberg nach der Frage nach dessen jüdischer Identität beleidigt und niedergeschlagen haben. Der Staatsschutz ermittelt.

Textgröße ändern: