Deutsche Tageszeitung - Mutmaßlich explosive Stoffe bei 40-Jährigem in Bayern gefunden

Mutmaßlich explosive Stoffe bei 40-Jährigem in Bayern gefunden


Mutmaßlich explosive Stoffe bei 40-Jährigem in Bayern gefunden
Mutmaßlich explosive Stoffe bei 40-Jährigem in Bayern gefunden / Foto: © AFP/Archiv

Die Polizei hat bei einem Mann im Landkreis Schweinfurt in Bayern mutmaßlich explosive Stoffe gefunden. Bei einer Durchsuchung beschlagnahmten die Beamten bei dem 40-Jährigen am Freitag "ein verdächtiges Gemisch chemischer Stoffe", das nun untersucht wird, wie das bayerische Landeskriminalamt in München mitteilte. Zudem wurden bei dem Mann mehrere Waffen entdeckt, obwohl ihm ein Waffenbesitz verboten ist.

Textgröße ändern:

Die Ermittler hatten zuvor Informationen, dass sich der Beschuldigte möglicherweise Stoffe besorgte, die zur Herstellung von Sprengstoff geeignet sind. Der 40-Jährige trat demnach bereits mehrfach wegen Sprengstoffdelikten in Erscheinung und steht derzeit unter Führungsaufsicht.

Gegen ihn wird daher wegen eines Vergehens nach dem Waffengesetz und Verstoßes gegen Weisungen während der Führungsaufsicht ermittelt. Zudem besteht der Verdacht der Herstellung und des Besitzes von explosionsgefährlichen Stoffen ohne Erlaubnis. Dies ist nach dem Sprengstoffgesetz strafbar.

Dem Landeskriminalamt zufolge gibt es keine Anhaltspunkte für einen politischen Hintergrund. Die Staatsanwaltschaft Schweinfurt will einen Haftbefehl beantragen, über den das Amtsgericht zu entscheiden hat.

(N.Loginovsky--DTZ)

Empfohlen

Rassistischer Angriff in Pariser Vorstadt: Psychisch kranker Täter stand unter Drogen

Der Angreifer, der in zwei Pariser Vorstädten aus mutmaßlich rassistischen Motiven einen Menschen getötet und fünf weitere verletzt hat, leidet offenbar an Schizophrenie und stand während der Tat unter Drogeneinfluss. Nachdem der Polizeigewahrsam des 39-jährigen Kevin T. am Samstag aufgehoben worden war, wurde er am Sonntag in die Psychiatrie eingewiesen, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. In einem Trauermarsch gedachten hunderte Angehörige und Unterstützer des 26-jährigen afrikanischstämmigen Todesopfers.

Migrationskommissar Brunner will Frontex zur "zentralen EU-Abschiebeagentur" machen

EU-Migrationskommissar Magnus Brunner will die europäische Grenzschutzagentur Frontex zur "zentralen EU-Abschiebeagentur" machen. "Wir werden am Dienstag einen Gesetzesvorschlag präsentieren, um Frontex breiter und stärker aufzustellen", erklärte Brunner am Sonntag. "Wer kein Recht hat, in der EU zu bleiben, muss sie auch tatsächlich verlassen", fügte er hinzu. Die "europäische Migrationswende" werde "konsequent" fortgesetzt.

Erste Herbststürme sorgen für Schäden: Tausende Haushalte in Freiburg ohne Strom

Die ersten Herbststürme sind am Wochenende über Deutschland gezogen und haben für Schäden gesorgt. In Freiburg und Umgebung fiel am Sonntag aufgrund von Unwetterschäden in rund zehntausend Haushalten stundenlang der Strom aus, wie der Versorger Badenova mitteilte. Insbesondere im Westen des Landes meldeten die Feuerwehren Einsätze unter anderem wegen umgestürzter Bäume. Laut Wetterdienst drohten bis Sonntagabend lokale Sturmböen, an der Nordsee und in Höhenlagen Orkan.

60-Jähriger bei antisemitischem Angriff in Berlin verletzt

Ein Unbekannter soll einen Mann in Berlin-Schöneberg nach der Frage nach dessen jüdischer Identität beleidigt und niedergeschlagen haben. Der Staatsschutz ermittelt.

Textgröße ändern: