Deutsche Tageszeitung - Strafen für Drogenhandel in Christiania sollen verdoppelt werden

Strafen für Drogenhandel in Christiania sollen verdoppelt werden


Strafen für Drogenhandel in Christiania sollen verdoppelt werden
Strafen für Drogenhandel in Christiania sollen verdoppelt werden / Foto: © Ritzau Scanpix/AFP/Archiv

Als Reaktion auf einen erneuten Mord im Drogenmilieu in Christiania sollen in der dänischen Hippie-Gemeinde die Strafen für Drogenhandel deutlich verschärft werden. Dies kündigte am Mittwoch Justizminister Peter Hummelgaard an. Die Regierung wolle Gesetze erlassen, die vor allem in der für ihren Cannabis-Handel bekannten "Pusher Street" die Strafen für Drogenhandel verdoppeln.

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Vor knapp zwei Wochen war in Christiania ein 30-Jähriger mit Verbindungen zum organisierten Verbrechen erschossen worden. Es war die vierte tödliche Schießerei innerhalb der Drogenszene um die "Pusher Street" seit 2020. Drogen-Konsum und -Verkauf sind in der autonomen Gemeinde zwar offiziell verboten, werden aber toleriert. Um das Drogengeschäft konkurrieren inzwischen kriminelle Banden.

Eine Gruppe Hippies hatte 1971 in einer ehemaligen Kaserne die "Freistadt Christiania" gegründet. In der staatlich geduldeten autonomen Gemeinde leben etwa 900 Menschen, es gelten eigene Gesetze und eigene Regeln. Etwa eine halbe Million Touristen besuchen Christiania jedes Jahr.

In der vergangenen Woche hatte die autonome Gemeinde von sich aus angekündigt, sie wolle den Drogenhandel auf ihren Straßen unterbinden. Zugleich bat die Gemeinde die dänischen Behörden um Hilfe, weil sie ihren Beschluss allein nicht durchsetzen könne.

(L.Svenson--DTZ)

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