Deutsche Tageszeitung - 13 Jahre Haft in Prozess um Leiche in Plastiksäcken an Flussufer

13 Jahre Haft in Prozess um Leiche in Plastiksäcken an Flussufer


13 Jahre Haft in Prozess um Leiche in Plastiksäcken an Flussufer
13 Jahre Haft in Prozess um Leiche in Plastiksäcken an Flussufer / Foto: © AFP/Archiv

Das Landgericht Bremen hat am Dienstag einen 33-Jährigen wegen der gewaltsamen Erstickung einer 45-Jährigen in Bremerhaven zu 13 Jahren Haft verurteilt. Der Mann wurde wegen Totschlags schuldig gesprochen, wie ein Gerichtssprecher mitteilte. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Mann die Frau im August 2022 in seiner Wohnung nach einvernehmlichem Sex mit einem Stoffgürtel erstickt hatte.

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Anschließend steckte er die Leiche mit dem Kopf in einen Farbeimer und fotografiert sie, bevor er sie in Plastiksäcke verpackte und am Ufer des Flusses Geeste in Bremerhaven ablegte. Das von ihm gefertigte Bild der Leiche verschickte er. Zudem reinigte er die Tote von DNA-Spuren, bevor er sie an der Geeste ablegte.

Dort wurde sie im September von einem Spaziergänger in unwegsamem Gelände entdeckt. Die Identifizierung der Frau gelang erst nach mehr als drei Wochen. Rund sechs Wochen nach der Tat wurde dann der 33-Jährige festgenommen und kam anschließend in Untersuchungshaft.

Mit dem Urteil ging das Gericht deutlich über die Forderung der Staatsanwaltschaft hinaus, die in ihrem Plädoyer zehn Jahre und zwei Monate Haft gefordert hatte. Die Verteidigung plädierte am Dienstag auf neun Jahre Haft.

Sowohl Staatsanwaltschaft als auch Verteidigung sahen nach Angaben eines Gerichtssprechers die Steuerungsfähigkeit des Manns durch vorherigen Alkoholkonsum als erheblich beeinträchtigt an. Dieser Sichtweise folgten die Richter jedoch nicht.

(V.Sørensen--DTZ)

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