Deutsche Tageszeitung - 26-Jähriger nach Enkeltrick mit mehr als hunderttausend Euro Schaden festgenommen

26-Jähriger nach Enkeltrick mit mehr als hunderttausend Euro Schaden festgenommen


26-Jähriger nach Enkeltrick mit mehr als hunderttausend Euro Schaden festgenommen
26-Jähriger nach Enkeltrick mit mehr als hunderttausend Euro Schaden festgenommen / Foto: © AFP/Archiv

Nach einem Telefonbetrug in Baden-Württemberg mit einem Schaden von mindestens hunderttausend Euro ist ein 26-Jähriger festgenommen und in Untersuchungshaft genommen worden. Die Festnahme des Manns sei in Hannover erfolgt, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft in Ulm am Freitag mit. Er soll eine 83-Jährige im Raum Göppingen in Baden-Württemberg um Gold und Geld betrogen haben.

Textgröße ändern:

Bei der Festnahme im August befand sich der Mann in Begleitung einer 22-jährigen Frau. Beide waren zuvor von Polen nach Deutschland eingereist. Die Beamten beschlagnahmten Bargeld und zahlreiche Mobiltelefonen. Deren Auswertung dauerte an.

Laut Polizeiangaben war die 83-Jährige im August Opfer von sogenannten Enkeltrickbetrügern geworden. Eine Frau gab am Telefon vor, die Enkelin der Seniorin zu sein. Sie sitze in Haft und müsse mit einer Kautionszahlung befreit werden. Ein Mann holte daraufhin Geld und Goldmünzen im Höhe eines unteren sechsstelligen Betrags bei der Seniorin ab.

Der Haftbefehl gegen den 26-Jährigen wurde vom Amtsgericht Ulm erlassen und vom Amtsgericht Hannover vollzogen. Die 22-jährige Frau wurde nach einer Vernehmung auf freien Fuß gesetzt. Die Ermittlungen dauerten an.

(O.Tatarinov--DTZ)

Empfohlen

Vatikan: Papst Leo XIV. reist trotz Krebsoperation nach Südamerika

Der Vatikan hat die geplante Südamerika-Reise von Papst Leo XIV. knapp zwei Wochen nach dessen Lungenkrebsoperation offiziell bestätigt. Der 71-Jährige werde vom 6. bis zum 17. November wie geplant Uruguay, Argentinien und Peru besuchen, erklärte das vatikanische Presseamt am Montag. Die Genesung des katholischen Kirchenoberhaupts schreite weiter voran.

Macron sieht weiteren "riskanten" Protest-Samstag voraus

Nach den gewalttätigen Protesten in Frankreich sollen für den kommenden Samstag angekündigte neue Demonstrationen nach den Worten von Präsident Emmanuel Macron aus den Innenstädten herausgehalten werden. Der kommende Samstag sei erneut "riskant", sagte Macron am Montag bei einem Besuch in Marseille mit Blick auf die Proteste. Geschäfte sollten geschützt und die "Ruhe" aufrecht erhalten werden. Von den Gewerkschaften angekündigte Protestmärsche sollten daher außerhalb der Stadtzentren stattfinden.

Geplante Jugendproteste: Warnungen vor Gewalt - und Verständnis für Anliegen

Frankreich als abschreckendes Beispiel: Die geplanten bundesweiten Jugendproteste am kommenden Samstag nähren in Deutschland die Sorge vor einer Unterwanderung durch extremistische Kräfte. Innenpolitiker von Union und SPD verwiesen am Montag auf die Ausschreitungen in Frankreich und anderen europäischen Ländern. Verständnis für die Anliegen junger Menschen zeigten Politikerinnen von Grünen und Linken.

Nach Kollision in Bremerhaven: Ermittlungen gegen Kapitän von Kreuzfahrtschiff

Nach der Kollision eines Kreuzfahrtschiffes beim Auslaufen in Bremerhaven wird gegen den Kapitän ermittelt. Es sei ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet worden, bestätigte ein Polizeisprecher am Montag in Bremen. Geprüft werde, ob der Kapitän gegen die Sorgfaltspflicht verstoßen habe. Zuerst hatte der Sender RTL berichtet.

Textgröße ändern: