Deutsche Tageszeitung - Freispruch für Mitarbeiterinnen von argentinischem Internat in Missbrauchsskandal

Freispruch für Mitarbeiterinnen von argentinischem Internat in Missbrauchsskandal


Freispruch für Mitarbeiterinnen von argentinischem Internat in Missbrauchsskandal
Freispruch für Mitarbeiterinnen von argentinischem Internat in Missbrauchsskandal / Foto: © TELAM/AFP

Nach einem jahrelangen Prozess sind zwei Nonnen und sieben weitere Mitarbeiterinnen eines Gehörloseninternats in Argentinien vom Vorwurf des sexuellen Missbrauchs und der Vergewaltigung freigesprochen worden. Die am Mittwoch (Ortszeit) live im Fernsehen übertragene Urteilsverkündung ist der Schlusspunkt eines zweieinhalb Jahre dauernden aufsehenerregenden Prozesses. Zwei Priester waren in dem Verfahren wegen Vergewaltigung und Missbrauchs von rund 20 Minderjährigen zu mehr als 40 Jahren Gefängnis verurteilt worden.

Textgröße ändern:

Auch der Gärtner des Instituts wurde wegen Missbrauchs zu 18 Jahren Haft verurteilt, ein früherer Messdiener gestand den Missbrauch von fünf Kindern.

Zwei Nonnen sowie eine Köchin, eine Psychologin, die Schulleiterin und weitere Mitarbeiterinnen des Instituts wurden am Mittwoch von allen Vorwürfen wie Missbrauch, Beihilfe und Vertuschung freigesprochen.

Das 1995 gegründete Internat hatte kostenlose Bildung für Kinder aus armen Familien mit Hör- und Sprechproblemen angeboten. 2016 wurde geschlossen worden, nachdem der Skandal aufgeflogen war.

(W.Budayev--DTZ)

Empfohlen

US-Demokraten fordern Sonderermittler zu Trumps Verbindungen zu Epstein

Acht Tage vor den US-Kongresswahlen haben Vertreter der oppositionellen Demokraten die Ernennung eines Sonderermittlers gefordert, um die Verbindungen von Präsident Donald Trump zu dem verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein zu untersuchen. Der Sonderermittler solle nicht nur den Präsidenten, sondern "alle potenziellen Komplizen und Mitverschwörer Epsteins" unter die Lupe nehmen, schrieben die Vertreter der Demokraten im Justizausschuss des Repräsentantenhauses am Montag in einem 53-seitigen Bericht.

Vatikan: Papst Leo XIV. reist trotz Krebsoperation nach Südamerika

Der Vatikan hat die geplante Südamerika-Reise von Papst Leo XIV. knapp zwei Wochen nach dessen Lungenkrebsoperation offiziell bestätigt. Der 71-Jährige werde vom 6. bis zum 17. November wie geplant Uruguay, Argentinien und Peru besuchen, erklärte das vatikanische Presseamt am Montag. Die Genesung des katholischen Kirchenoberhaupts schreite weiter voran.

Macron sieht weiteren "riskanten" Protest-Samstag voraus

Nach den gewalttätigen Protesten in Frankreich sollen für den kommenden Samstag angekündigte neue Demonstrationen nach den Worten von Präsident Emmanuel Macron aus den Innenstädten herausgehalten werden. Der kommende Samstag sei erneut "riskant", sagte Macron am Montag bei einem Besuch in Marseille mit Blick auf die Proteste. Geschäfte sollten geschützt und die "Ruhe" aufrecht erhalten werden. Von den Gewerkschaften angekündigte Protestmärsche sollten daher außerhalb der Stadtzentren stattfinden.

Geplante Jugendproteste: Warnungen vor Gewalt - und Verständnis für Anliegen

Frankreich als abschreckendes Beispiel: Die geplanten bundesweiten Jugendproteste am kommenden Samstag nähren in Deutschland die Sorge vor einer Unterwanderung durch extremistische Kräfte. Innenpolitiker von Union und SPD verwiesen am Montag auf die Ausschreitungen in Frankreich und anderen europäischen Ländern. Verständnis für die Anliegen junger Menschen zeigten Politikerinnen von Grünen und Linken.

Textgröße ändern: