Deutsche Tageszeitung - UNO im Gazastreifen: Hilfe ist von Benzinlieferung abhängig

UNO im Gazastreifen: Hilfe ist von Benzinlieferung abhängig


UNO im Gazastreifen: Hilfe ist von Benzinlieferung abhängig
UNO im Gazastreifen: Hilfe ist von Benzinlieferung abhängig / Foto: © AFP/Archiv

Das UN-Hilfswerk für palästinensische Flüchtlinge (UNRWA) hat seinen Einsatz für die Menschen im Gazastreifen von baldigen Treibstofflieferungen abhängig gemacht. "Wenn wir nicht ganz dringend Treibstoff bekommen, dann sind wir gezwungen, unseren Einsatz im Gazastreifen morgen (Mittwoch) Abend zu beenden", erklärte UNRWA am Dienstag im Onlinedienst X, vormals Twitter. "Die Zeit wird knapp, wir brauchen sehr dringend Treibstoff", sagte auch UNRWA-Sprecherin Juliette Touma.

Textgröße ändern:

Mehrere Hilfsorganisationen haben bereits auf die möglicherweise dramatischen Folgen hingewiesen, wenn der Treibstoff noch knapper wird. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO mussten bereits sechs Krankenhäuser im Gazastreifen, die von Generatoren abhängig sind, ihren Betrieb einstellen. Am Montag hätten vier Krankenhäuser und mehrere Krankenwagen Treibstoff erhalten, doch dieser reiche auch nur für etwa 24 Stunden aus, teilte die WHO mit.

UN-Generalsekretär António Guterres hat die bislang eingetroffenen Hilfslieferungen vor dem UN-Sicherheitsrat als einen "Tropfen im Ozean" bezeichnet. "Ohne Treibstoff können die Hilfsgüter nicht verteilt werden, Krankenhäuser haben keinen Strom, und Wasser kann weder gereinigt noch gepumpt werden", erklärte er.

(G.Khurtin--DTZ)

Empfohlen

US-Demokraten fordern Sonderermittler zu Trumps Verbindungen zu Epstein

Acht Tage vor den US-Kongresswahlen haben Vertreter der oppositionellen Demokraten die Ernennung eines Sonderermittlers gefordert, um die Verbindungen von Präsident Donald Trump zu dem verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein zu untersuchen. Der Sonderermittler solle nicht nur den Präsidenten, sondern "alle potenziellen Komplizen und Mitverschwörer Epsteins" unter die Lupe nehmen, schrieben die Vertreter der Demokraten im Justizausschuss des Repräsentantenhauses am Montag in einem 53-seitigen Bericht.

Vatikan: Papst Leo XIV. reist trotz Krebsoperation nach Südamerika

Der Vatikan hat die geplante Südamerika-Reise von Papst Leo XIV. knapp zwei Wochen nach dessen Lungenkrebsoperation offiziell bestätigt. Der 71-Jährige werde vom 6. bis zum 17. November wie geplant Uruguay, Argentinien und Peru besuchen, erklärte das vatikanische Presseamt am Montag. Die Genesung des katholischen Kirchenoberhaupts schreite weiter voran.

Macron sieht weiteren "riskanten" Protest-Samstag voraus

Nach den gewalttätigen Protesten in Frankreich sollen für den kommenden Samstag angekündigte neue Demonstrationen nach den Worten von Präsident Emmanuel Macron aus den Innenstädten herausgehalten werden. Der kommende Samstag sei erneut "riskant", sagte Macron am Montag bei einem Besuch in Marseille mit Blick auf die Proteste. Geschäfte sollten geschützt und die "Ruhe" aufrecht erhalten werden. Von den Gewerkschaften angekündigte Protestmärsche sollten daher außerhalb der Stadtzentren stattfinden.

Geplante Jugendproteste: Warnungen vor Gewalt - und Verständnis für Anliegen

Frankreich als abschreckendes Beispiel: Die geplanten bundesweiten Jugendproteste am kommenden Samstag nähren in Deutschland die Sorge vor einer Unterwanderung durch extremistische Kräfte. Innenpolitiker von Union und SPD verwiesen am Montag auf die Ausschreitungen in Frankreich und anderen europäischen Ländern. Verständnis für die Anliegen junger Menschen zeigten Politikerinnen von Grünen und Linken.

Textgröße ändern: