Deutsche Tageszeitung - Moscheen in Nordrhein-Westfalen erhalten Hassbriefe mit verbrannten Koranseiten

Moscheen in Nordrhein-Westfalen erhalten Hassbriefe mit verbrannten Koranseiten


Moscheen in Nordrhein-Westfalen erhalten Hassbriefe mit verbrannten Koranseiten
Moscheen in Nordrhein-Westfalen erhalten Hassbriefe mit verbrannten Koranseiten / Foto: © AFP

Bei zwei Moscheen in Nordrhein-Westfalen sind Hassbriefe mit verbrannten Koranseiten und Hundekot eingegangen. Wie die Polizei in Gelsenkirchen am Montag mitteilte, waren muslimischen Gemeinden in Recklinghausen und Castrop-Rauxel betroffen. In beiden Fälle wurde Anzeige wegen Volksverhetzung erstattet, der Staatsschutz ermittelt.

Textgröße ändern:

Nach Angaben der Polizei hinterließen der oder die unbekannten Täter jeweils einen Umschlag in den Briefkästen der Moscheen. Die Sendungen enthielten demnach "unter anderem verbrannte Koranseiten, Hundekot sowie Hassschreiben". Der Tatzeitraum in Castrop-Rauxel lag zwischen vorvergangenem und vergangenem Freitag. In Recklinghausen ließ er sich auf den vergangenen Freitag eingrenzen. Die Polizei sucht Zeugen.

(V.Korablyov--DTZ)

Empfohlen

US-Demokraten fordern Sonderermittler zu Trumps Verbindungen zu Epstein

Acht Tage vor den US-Kongresswahlen haben Vertreter der oppositionellen Demokraten die Ernennung eines Sonderermittlers gefordert, um die Verbindungen von Präsident Donald Trump zu dem verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein zu untersuchen. Der Sonderermittler solle nicht nur den Präsidenten, sondern "alle potenziellen Komplizen und Mitverschwörer Epsteins" unter die Lupe nehmen, schrieben die Vertreter der Demokraten im Justizausschuss des Repräsentantenhauses am Montag in einem 53-seitigen Bericht.

Vatikan: Papst Leo XIV. reist trotz Krebsoperation nach Südamerika

Der Vatikan hat die geplante Südamerika-Reise von Papst Leo XIV. knapp zwei Wochen nach dessen Lungenkrebsoperation offiziell bestätigt. Der 71-Jährige werde vom 6. bis zum 17. November wie geplant Uruguay, Argentinien und Peru besuchen, erklärte das vatikanische Presseamt am Montag. Die Genesung des katholischen Kirchenoberhaupts schreite weiter voran.

Macron sieht weiteren "riskanten" Protest-Samstag voraus

Nach den gewalttätigen Protesten in Frankreich sollen für den kommenden Samstag angekündigte neue Demonstrationen nach den Worten von Präsident Emmanuel Macron aus den Innenstädten herausgehalten werden. Der kommende Samstag sei erneut "riskant", sagte Macron am Montag bei einem Besuch in Marseille mit Blick auf die Proteste. Geschäfte sollten geschützt und die "Ruhe" aufrecht erhalten werden. Von den Gewerkschaften angekündigte Protestmärsche sollten daher außerhalb der Stadtzentren stattfinden.

Geplante Jugendproteste: Warnungen vor Gewalt - und Verständnis für Anliegen

Frankreich als abschreckendes Beispiel: Die geplanten bundesweiten Jugendproteste am kommenden Samstag nähren in Deutschland die Sorge vor einer Unterwanderung durch extremistische Kräfte. Innenpolitiker von Union und SPD verwiesen am Montag auf die Ausschreitungen in Frankreich und anderen europäischen Ländern. Verständnis für die Anliegen junger Menschen zeigten Politikerinnen von Grünen und Linken.

Textgröße ändern: