Deutsche Tageszeitung - Prozess wegen Betrugs in Millionenhöhe mit Kryptowährungen in Münster begonnen

Prozess wegen Betrugs in Millionenhöhe mit Kryptowährungen in Münster begonnen


Prozess wegen Betrugs in Millionenhöhe mit Kryptowährungen in Münster begonnen
Prozess wegen Betrugs in Millionenhöhe mit Kryptowährungen in Münster begonnen / Foto: © AFP/Archiv

Wegen vorgetäuschter Investitionen vor allem in Kryptowährungen zulasten zahlreicher Sparer muss sich ein 31-Jähriger seit Dienstag vor dem Landgericht Münster verantworten. Zum Prozessauftakt wurde die Anklage verlesen, wie eine Gerichtssprecherin am Dienstag sagte. Der Angeklagte soll demnach mit einer eigenen Scheinfirma und betrügerischen Anlageversprechen zahlreiche Sparer um insgesamt etwa neun Million Euro betrogen haben.

Textgröße ändern:

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 31-jährigen Angeklagten vor, für seinen Anlagebetrug zwischen 2018 und 2020 eine Scheinfirma betrieben zu haben. Über die Firma habe er Aktivitäten auf den Finanzmärkten vorgetäuscht - vor allem im Zusammenhang mit Kryptowährungen. Zahlreichen Investoren versprach er demnach gewinnbringende Spekulationen.

Tatsächlich habe der Angeklagte das überwiesene Geld für seinen luxuriösen und verschwenderischen Lebensstil verwendet. Dafür habe er rund eineinhalb Millionen Euro der ihm überlassenen neun Millionen Euro genutzt. Vor dem Landgericht muss sich der Mann nun wegen Betrugs verantworten. Das Gericht setzte zahlreiche Verhandlungstage bis Ende Februar kommenden Jahres fest.

(M.Dylatov--DTZ)

Empfohlen

US-Demokraten fordern Sonderermittler zu Trumps Verbindungen zu Epstein

Acht Tage vor den US-Kongresswahlen haben Vertreter der oppositionellen Demokraten die Ernennung eines Sonderermittlers gefordert, um die Verbindungen von Präsident Donald Trump zu dem verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein zu untersuchen. Der Sonderermittler solle nicht nur den Präsidenten, sondern "alle potenziellen Komplizen und Mitverschwörer Epsteins" unter die Lupe nehmen, schrieben die Vertreter der Demokraten im Justizausschuss des Repräsentantenhauses am Montag in einem 53-seitigen Bericht.

Vatikan: Papst Leo XIV. reist trotz Krebsoperation nach Südamerika

Der Vatikan hat die geplante Südamerika-Reise von Papst Leo XIV. knapp zwei Wochen nach dessen Lungenkrebsoperation offiziell bestätigt. Der 71-Jährige werde vom 6. bis zum 17. November wie geplant Uruguay, Argentinien und Peru besuchen, erklärte das vatikanische Presseamt am Montag. Die Genesung des katholischen Kirchenoberhaupts schreite weiter voran.

Macron sieht weiteren "riskanten" Protest-Samstag voraus

Nach den gewalttätigen Protesten in Frankreich sollen für den kommenden Samstag angekündigte neue Demonstrationen nach den Worten von Präsident Emmanuel Macron aus den Innenstädten herausgehalten werden. Der kommende Samstag sei erneut "riskant", sagte Macron am Montag bei einem Besuch in Marseille mit Blick auf die Proteste. Geschäfte sollten geschützt und die "Ruhe" aufrecht erhalten werden. Von den Gewerkschaften angekündigte Protestmärsche sollten daher außerhalb der Stadtzentren stattfinden.

Geplante Jugendproteste: Warnungen vor Gewalt - und Verständnis für Anliegen

Frankreich als abschreckendes Beispiel: Die geplanten bundesweiten Jugendproteste am kommenden Samstag nähren in Deutschland die Sorge vor einer Unterwanderung durch extremistische Kräfte. Innenpolitiker von Union und SPD verwiesen am Montag auf die Ausschreitungen in Frankreich und anderen europäischen Ländern. Verständnis für die Anliegen junger Menschen zeigten Politikerinnen von Grünen und Linken.

Textgröße ändern: