Deutsche Tageszeitung - Anklage wegen Armbrustschüssen auf Polizisten in Chemnitz

Anklage wegen Armbrustschüssen auf Polizisten in Chemnitz


Anklage wegen Armbrustschüssen auf Polizisten in Chemnitz
Anklage wegen Armbrustschüssen auf Polizisten in Chemnitz / Foto: © AFP/Archiv

Weil er mit einer Armbrust auf vier Polizisten geschossen haben soll, ist ein Mann in Chemnitz wegen versuchten Totschlags in vier Fällen angeklagt worden. Die Staatsanwaltschaft der sächsischen Stadt erhob außerdem Anklage wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, wie sie am Donnerstag mitteilte. Die Polizisten hatten den 31-Jährigen demnach im Mai wegen anderer Delikte in seiner Wohnung verhaften wollen.

Textgröße ändern:

Der Mann habe aber die Tür nicht geöffnet und gerufen, dass man ihn nicht lebend aus der Wohnung holen könne. Als Brandgeruch aus der Wohnung gedrungen sei, hätten die Beamten die Tür gewaltsam geöffnet. Daraufhin habe der 31-Jährige mit einer Armbrust auf sie geschossen.

Ein Metallpfeil habe das Schutzschild eines der Polizisten in Brusthöhe getroffen. Der 31-Jährige habe billigend in Kauf genommen, einen Polizisten zu töten, hieß es weiter. Über die Anklage entscheidet das Landgericht Chemnitz, ein Termin für die Hauptverhandlung steht noch nicht fest.

(M.Dylatov--DTZ)

Empfohlen

Hamburger Prozess um Sprengung von Nord-Stream-Pipelines wird fortgesetzt

In Hamburg wird am Dienstag (09.30 Uhr) der Prozess um die Sprengung der Nord-Stream-Gaspipelines fortgesetzt. Das Gericht könnte über den Antrag der Verteidigung entscheiden, das Verfahren wegen eines gravierenden rechtsstaatlichen Verfahrenshindernisses einzustellen. Zunächst soll laut Gerichtsangaben aber nochmals der Vertreter der Bundesanwaltschaft die Gelegenheit erhalten, auf den Antrag der Verteidigung zu reagieren.

US-Demokraten fordern Sonderermittler zu Trumps Verbindungen zu Epstein

Acht Tage vor den US-Kongresswahlen haben Vertreter der oppositionellen Demokraten die Ernennung eines Sonderermittlers gefordert, um die Verbindungen von Präsident Donald Trump zu dem verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein zu untersuchen. Der Sonderermittler solle nicht nur den Präsidenten, sondern "alle potenziellen Komplizen und Mitverschwörer Epsteins" unter die Lupe nehmen, schrieben die Vertreter der Demokraten im Justizausschuss des Repräsentantenhauses am Montag in einem 53-seitigen Bericht.

Vatikan: Papst Leo XIV. reist trotz Krebsoperation nach Südamerika

Der Vatikan hat die geplante Südamerika-Reise von Papst Leo XIV. knapp zwei Wochen nach dessen Lungenkrebsoperation offiziell bestätigt. Der 71-Jährige werde vom 6. bis zum 17. November wie geplant Uruguay, Argentinien und Peru besuchen, erklärte das vatikanische Presseamt am Montag. Die Genesung des katholischen Kirchenoberhaupts schreite weiter voran.

Macron sieht weiteren "riskanten" Protest-Samstag voraus

Nach den gewalttätigen Protesten in Frankreich sollen für den kommenden Samstag angekündigte neue Demonstrationen nach den Worten von Präsident Emmanuel Macron aus den Innenstädten herausgehalten werden. Der kommende Samstag sei erneut "riskant", sagte Macron am Montag bei einem Besuch in Marseille mit Blick auf die Proteste. Geschäfte sollten geschützt und die "Ruhe" aufrecht erhalten werden. Von den Gewerkschaften angekündigte Protestmärsche sollten daher außerhalb der Stadtzentren stattfinden.

Textgröße ändern: