Deutsche Tageszeitung - Großeinsatz nach Bedrohung an Hamburger Schule: Polizei fasst junge Verdächtige

Großeinsatz nach Bedrohung an Hamburger Schule: Polizei fasst junge Verdächtige


Großeinsatz nach Bedrohung an Hamburger Schule: Polizei fasst junge Verdächtige
Großeinsatz nach Bedrohung an Hamburger Schule: Polizei fasst junge Verdächtige / Foto: © AFP/Archiv

Nach der Bedrohung einer Lehrerin durch zwei mutmaßlich bewaffnete jugendliche Verdächtige in einem Klassenraum hat die Polizei am Mittwoch eine Schule in Hamburg mit einem Großaufgebot von Spezialkräften durchsucht. Nach Angaben der Beamten wurde der Einsatz nach mehreren Stunden zunächst ergebnislos beendet. Parallel dazu wurden nach einer weiteren Bedrohung in einem anderen Stadtteil jedoch zwei Verdächtige im Alter von zwölf und 13 Jahren gefasst.

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Die beiden Jugendlichen könnten nach derzeitigem Stand als Verantwortliche für die Bedrohung der Lehrerin "in Frage kommen", erklärte Polizei mit. Bei ihnen seien zwei "augenscheinliche Spielzeugwaffen" beschlagnahmt worden. Sie gehörten demnach zu einer Gruppe von insgesamt vier Jugendlichen im Alter von zwölf bis 14 Jahren, die zunächst vorläufig festgenommen wurden.

Laut Polizei betraten am Mittwochvormittag nach bisherigen Erkenntnissen zunächst zwei junge männliche Verdächtige einen Klassenraum einer Schule im Stadtteil Blankenese und bedrohten eine Lehrerin, bevor sie in unbekannte Richtung flüchteten. Die Schule löste per Notruf Alarm aus, woraufhin die Polizei rund 400 Einsatzkräfte zusammenzog und das Schulgelände absperrte.

Spezialeinheiten durchsuchten zunächst das Schulgebäude. Anschließend wurden nach und nach alle Schülerinnen und Schüler aus dem Gebäude geleitetet, die sich laut Amokkonzepten mit ihren Lehrkräften in den Klassen eingeschlossen hatten. Die Betroffenen wurden mit Bussen zu einer nahe Bundeswehrkaserne gebracht, wo sie betreut wurden und von Angehörigen abgeholt werden konnten.

Etwa parallel zum Abschluss der Durchsuchung wurde der Polizei am Nachmittag nach eigenen Angaben eine weitere "Bedrohungslage" im Stadtteil Bahrenfeld gemeldet, etwa sechs Kilometer von der Schule in Blankenese. Während der dortigen Einsatzmaßnahmen nahmen Zivilfahnder die vier Verdächtigen fest.

"Im weiteren Verlauf" habe sich dann herausgestellt, dass zwei von ihnen womöglich für den Vorfall in Blankenese verantwortlich sein könnten, teilte die Polizei mit. Nähere Angaben zu der zweiten Bedrohungslage machte sie dabei zunächst nicht. Die weiteren Ermittlungen führt das Landeskriminalamt.

(G.Khurtin--DTZ)

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