Deutsche Tageszeitung - Anklage gegen Waffenhändler aus organisiertem Verbrechen in Hessen

Anklage gegen Waffenhändler aus organisiertem Verbrechen in Hessen


Anklage gegen Waffenhändler aus organisiertem Verbrechen in Hessen
Anklage gegen Waffenhändler aus organisiertem Verbrechen in Hessen / Foto: © AFP/Archiv

Wegen Handels mit Schusswaffen und Munition im Umfeld des organisierten Verbrechens in Hessen hat die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main Anklage gegen einen 31-Jährigen erhoben. Der Beschuldigte soll Teil eines der Justiz bekannten kriminellen Familienverbands aus Rüsselsheim sein, wie die Anklagebehörde in der Mainmetropole am Freitag mitteilte. Ihm werden Handeltreiben mit Schusswaffen und Munition sowie unerlaubter Besitz von Kriegswaffen vorgeworfen.

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Der 31-Jährige soll zwischen Dezember 2019 und August 2020 Waffen und Munition besessen und zum Verkauf angeboten haben. Bei den Waffen handelte es sich demnach in neun Fällen um halbautomatische Pistolen, in einem Fall um ein AK47-Sturmgewehr sowie in einem weiteren Fall um eine MP5-Maschinenpistole. Zudem soll er im Juni 2020 zwei Sturmgewehre aus serbischer Herstellung besessen haben.

Zudem wird dem Mann Drogenhandel mit Marihuana im Kilogrammbereich vorgeworfen. Seine Waffen- und Drogengeschäfte soll er mit Hilfe von Kryptohandys abgewickelt haben. Über die Zulassung der Anklage entscheidet das Landgericht Darmstadt.

Der Beschuldigte gehört laut Staatsanwaltschaft einem Familienverband aus Rüsselsheim an. Gegen 27 Beschuldigte aus dem Verband und dessen Umfeld laufen Ermittlungen wegen Drogen- und Waffenhandels sowie Geldwäsche. Es gab bereits fünf Verurteilungen. Vier Beschuldigte sitzen in Untersuchungshaft.

(I.Beryonev--DTZ)

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