Deutsche Tageszeitung - Paar soll Prostituierte in Rheinland-Pfalz grausam zu Tode gequält haben

Paar soll Prostituierte in Rheinland-Pfalz grausam zu Tode gequält haben


Paar soll Prostituierte in Rheinland-Pfalz grausam zu Tode gequält haben
Paar soll Prostituierte in Rheinland-Pfalz grausam zu Tode gequält haben / Foto: © AFP/Archiv

Weil sie eine mutmaßliche Prostituierte grausam zu Tode gequält haben sollen, haben Ermittler in Koblenz eine Frau und einen Mann festgenommen. Den Verdächtigen werde gemeinschaftlicher Mord vorgeworfen, erklärte die Staatsanwaltschaft in der rheinland-pfälzischen Stadt am Donnerstag.

Textgröße ändern:

Die Verdächtigen wurden demnach bereits am Donnerstag vergangener Woche festgenommen und sitzen inzwischen in Untersuchungshaft. Unter Verweis auf beschlagnahmte Fotodateien des mutmaßlichen Geschehens sowie den Zustand der Getöteten äußerten sich Ermittler entsetzt. Dem Obduktionsergebnis zufolge müsse davon ausgegangen werden, dass sie über einen längeren Zeitraum immer wieder massiv misshandelt und zu Tode gequält worden sei, hieß es.

Die gesicherten Aufnahmen sowie die Verletzungen des Opfers seien "selbst für erfahrene Ermittler verstörend und offenbaren eine menschenverachtende Grausamkeit, die erschütternd und abstoßend ist", erklärte der Leitende Oberstaatsanwalt Mario Mannweiler.

Nach Angaben seiner Behörde wurde in der Nacht zum 22. November der Rettungsdienst zu einer Wohnung in Koblenz gerufen. Dort wurde eine Frau gefunden, die bereits an einem Herzstillstand litt. Sie wurde in ein Krankenhaus gebracht, wo sie noch im Laufe der Nacht starb.

Ermittlungen ergaben, dass die aus Bulgarien stammende 31-Jährige offenbar Prostituierte war. Beim Eintreffen des Notarztes wies die Frau schwerste Verletzungen am ganzen Körper auf und war in einem "katastrophalen Gesamtzustand", hieß es von der Staatsanwaltschaft.

Ein dringender Tatverdacht richtete sich dann gegen die 40-Jährige und den 47-Jährigen aus Bulgarien, die im selben Haus wie das Opfer lebten und laut Ermittlern offenbar ebenfalls schon seit Jahren im Rotlichtmilieu arbeiten. Aufgrund der beschlagnahmten Fotos müsse davon ausgegangen werden, dass sie ihr Opfer über lange Zeit hinweg "in menschenverachtender Weise grausam gequält und massivst misshandelt" sowie dessen Tod billigend in Kauf genommen hätten.

(L.Møller--DTZ)

Empfohlen

Block-Prozess: Oberlandesgericht soll über beschlagnahmte Aufzeichnungen entscheiden

Der Streit um die beschlagnahmten Tonaufzeichnungen einer "Zeit"-Journalistin im Zusammenhang mit dem Strafprozess um die Entführung von zwei Kindern der Steakhauskettenerbin Christina Block landet vor dem Hamburger Oberlandesgericht. Das Landgericht der Hansestadt beschloss am Dienstag, die Beschwerden der Zeitung "Zeit" und der betroffenen Journalistin diesem zur Entscheidung vorzulegen. Laut Gerichtsangaben änderte die für das Verfahren zuständige Kammer die entsprechenden Durchsuchungs- und Beschlagnahmebeschlüsse "aus Klarstellungsgründen" zugleich ab.

Urteil in NRW: Möbilierte Mikro-Apartments sind kein Ersatz für Mietwohnungen

Möbilierte Mikroapartments sind kein Ersatz für Mietwohnungen. Das entschied das Verwaltungsgericht Köln nach einer Mitteilung vom Dienstag und wies damit die Klage einer Immobiliengesellschaft auf Erteilung einer Abrissgenehmigung für drei Wohnhäuser in Köln ab. Die Stadt habe die Abrissgenehmigung zu Recht abgelehnt. (Az.: 28 K 3595/24).

Trump-Regierung geht zum dritten Mal gegen Ex-FBI-Chef Comey vor

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump geht zum dritten Mal strafrechtlich gegen den früheren FBI-Chef James Comey vor. Wie aus einer am Montag veröffentlichten Strafanzeige hervorgeht, wird dem prominenten Trump-Kritiker zur Last gelegt, Informationen zur nationalen Verteidigung weitergegeben zu haben. Comey wies die Vorwürfe zurück.

Jordanien meldet mehr als 20 getötete Dschihadisten nach Luftangriffen in Syrien

Bei jordanischen Vergeltungsangriffen in Syrien nach einem Anschlag auf eine christliche Kirche in Jordanien sind jordanischen Angaben zufolge mehr als 20 Dschihadisten getötet worden. Auch ein großes Waffenlager der Islamisten sei bei dem Angriff am Montag zerstört worden, teilte der jordanische Regierungssprecher Mohammed Al Momani am Dienstag mit. Zugleich war Amman bemüht, die Beziehungen zu Syrien nicht zu beeinträchtigen und erklärte, es habe "großen Respekt" für den syrischen Staat. Syrien schloss als Reaktion auf den jordanischen Angriff in Syrien einen Grenzübergang zu Jordanien und prangerte eine Verletzung seines Luftraums an.

Textgröße ändern: