Deutsche Tageszeitung - Bandenkrieg im Raum Stuttgart: Weitere Verdächtige festgenommen

Bandenkrieg im Raum Stuttgart: Weitere Verdächtige festgenommen


Bandenkrieg im Raum Stuttgart: Weitere Verdächtige festgenommen
Bandenkrieg im Raum Stuttgart: Weitere Verdächtige festgenommen / Foto: © AFP/Archiv

Im Zusammenkrieg mit dem Bandenkrieg im Raum Stuttgart hat es erneut Festnahmen gegeben. Nach dem Fund einer Plastiktüte mit Waffen in Bad Überkingen seien drei Männer im Alter von 25, 26 und 55 Jahren unter Verdacht geraten, teilten die Staatsanwaltschaft und das baden-württembergische Landeskriminalamt (LKA) am Mittwoch mit. In der Tüte seien eine Maschinenpistole, ein Revolver und eine Handgranate gewesen.

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Da es möglicherweise einen Zusammenhang zu einem Schusswechsel in Schorndorf gebe, habe das LKA die Ermittlungen übernommen. DNA-Spuren hätten dann zu den Männern geführt. Bei Durchsuchungen seien weitere Waffen und knapp 600 Gramm Kokain gefunden worden. Die Männer sitzen mittlerweile in Untersuchungshaft.

Auf freiem Fuß ist dagegen ein 32-Jähriger, dessen Wohnung ebenfalls durchsucht wurde. Er soll den Angaben zufolge am Angriff auf den Werfer einer Handgranate auf eine Trauergemeinde in Altbach im Juni beteiligt gewesen sein. Es gebe aber keinen dringenden Tatverdacht.

Bei dem Angriff wurden 15 Trauergäste teils schwer verletzt. Am Stuttgarter Landgericht beginnt am Donnerstag der Prozess gegen den Tatverdächtigen. Nach dem mutmaßlichen Handgranatenwurf war er von mehreren Menschen angegriffen worden, fünf mutmaßlich Beteiligte stehen ab der kommenden Woche vor Gericht.

Die Ermittler prüfen nun außerdem, ob der Brand eines Restaurants in Nürtingen am vergangenen Samstag mit dem Bandenkrieg zusammenhängt. Der Bandenkrieg läuft nach Behördenangaben seit mehr als einem Jahr. Die verfeindeten Gruppierungen sind mutmaßlich in kriminelle Aktivitäten verwickelt.

Es gab bereits zahlreiche gewalttätige Zwischenfälle, darunter mehrfach Schüsse auf oder vor Lokalen. "Wer sich an solchen Taten beteiligt, wird entschlossen und hartnäckig mit allen rechtsstaatlichen Mitteln zur Rechenschaft gezogen", erklärte Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) am Mittwoch.

(P.Hansen--DTZ)

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