Deutsche Tageszeitung - Schüsse mit Kalaschnikow auf Zeitungsboten: Fast 14 Jahre Haft in Essen

Schüsse mit Kalaschnikow auf Zeitungsboten: Fast 14 Jahre Haft in Essen


Schüsse mit Kalaschnikow auf Zeitungsboten: Fast 14 Jahre Haft in Essen
Schüsse mit Kalaschnikow auf Zeitungsboten: Fast 14 Jahre Haft in Essen / Foto: © AFP/Archiv

Weil er mit einer Kalaschnikow auf einen Zeitungsboten geschossen haben soll, ist ein Angeklagte vom Landgericht Essen zu einer langjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Wie ein Gerichtssprecher am Dienstag sagte, soll der Angeklagte unter anderem wegen versuchten Mordes für 13 Jahre und neun Monate ins Gefängnis. Zudem behielt sich die Kammer die Anordnung einer Sicherungsverwahrung vor.

Textgröße ändern:

Die Anklage warf dem Mann vor, im März 2023 im Ennepe-Ruhr-Kreis mehrere Schüsse auf das Fahrzeug eines Zeitungsboten abgegeben zu haben. Der Bote wurde an Finger und Oberarm getroffen. Zuvor soll der Angeklagte auf einer Wiese Schießübungen mit dem Sturmgewehr absolviert haben. Grund für den Angriff war laut Anklage, dass der Angeklagte fürchtete, der Zeitungsbote könne Zeuge der Schießübungen geworden sein.

Ein Schuss schlug laut Anklage auch in eine Hausfassade ein und verfehlte den Kopf einer Anwohnerin nur um wenige Zentimeter. Der Angeklagte floh schließlich vom Tatort. Der verletzte Zeitungsbote kam in ein Krankenhaus.

Laut dem Gerichtssprecher gestand der Angeklagte die Tat in seinen letzten Worten. Er habe jedoch eine Tötungsabsicht bestritten. Dem folgte das Gericht jedoch nicht. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

(V.Sørensen--DTZ)

Empfohlen

Block-Prozess: Oberlandesgericht soll über beschlagnahmte Aufzeichnungen entscheiden

Der Streit um die beschlagnahmten Tonaufzeichnungen einer "Zeit"-Journalistin im Zusammenhang mit dem Strafprozess um die Entführung von zwei Kindern der Steakhauskettenerbin Christina Block landet vor dem Hamburger Oberlandesgericht. Das Landgericht der Hansestadt beschloss am Dienstag, die Beschwerden der Zeitung "Zeit" und der betroffenen Journalistin diesem zur Entscheidung vorzulegen. Laut Gerichtsangaben änderte die für das Verfahren zuständige Kammer die entsprechenden Durchsuchungs- und Beschlagnahmebeschlüsse "aus Klarstellungsgründen" zugleich ab.

Urteil in NRW: Möbilierte Mikro-Apartments sind kein Ersatz für Mietwohnungen

Möbilierte Mikroapartments sind kein Ersatz für Mietwohnungen. Das entschied das Verwaltungsgericht Köln nach einer Mitteilung vom Dienstag und wies damit die Klage einer Immobiliengesellschaft auf Erteilung einer Abrissgenehmigung für drei Wohnhäuser in Köln ab. Die Stadt habe die Abrissgenehmigung zu Recht abgelehnt. (Az.: 28 K 3595/24).

Trump-Regierung geht zum dritten Mal gegen Ex-FBI-Chef Comey vor

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump geht zum dritten Mal strafrechtlich gegen den früheren FBI-Chef James Comey vor. Wie aus einer am Montag veröffentlichten Strafanzeige hervorgeht, wird dem prominenten Trump-Kritiker zur Last gelegt, Informationen zur nationalen Verteidigung weitergegeben zu haben. Comey wies die Vorwürfe zurück.

Jordanien meldet mehr als 20 getötete Dschihadisten nach Luftangriffen in Syrien

Bei jordanischen Vergeltungsangriffen in Syrien nach einem Anschlag auf eine christliche Kirche in Jordanien sind jordanischen Angaben zufolge mehr als 20 Dschihadisten getötet worden. Auch ein großes Waffenlager der Islamisten sei bei dem Angriff am Montag zerstört worden, teilte der jordanische Regierungssprecher Mohammed Al Momani am Dienstag mit. Zugleich war Amman bemüht, die Beziehungen zu Syrien nicht zu beeinträchtigen und erklärte, es habe "großen Respekt" für den syrischen Staat. Syrien schloss als Reaktion auf den jordanischen Angriff in Syrien einen Grenzübergang zu Jordanien und prangerte eine Verletzung seines Luftraums an.

Textgröße ändern: