Deutsche Tageszeitung - Antrag auf Sicherungsverfahren wegen versuchter Entführung von Zehnjährigem

Antrag auf Sicherungsverfahren wegen versuchter Entführung von Zehnjährigem


Antrag auf Sicherungsverfahren wegen versuchter Entführung von Zehnjährigem
Antrag auf Sicherungsverfahren wegen versuchter Entführung von Zehnjährigem / Foto: © AFP/Archiv

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat im Fall einer versuchten Entführung eines Zehnjährigen einen Antrag auf ein Sicherungsverfahren gestellt. Der Beschuldigte gelte als nicht schuldfähig, teilte die Behörde am Freitag mit. Ihm werden Freiheitsberaubung und die versuchte Entziehung Minderjähriger vorgeworfen.

Textgröße ändern:

Der Mann soll im Oktober in Böblingen einen zehnjährigen Jungen in seinen Kleintransporter gezerrt und gewaltsam auf den Beifahrersitz gesetzt haben. Anschließend soll der 51-Jährige die Tür verschlossen haben, damit das Kind nicht mehr aussteigen konnte. Schließlich soll der Mann das Fahrrad des Jungen ins Fahrzeug geladen und sich auf den Fahrersitz gesetzt haben, um loszufahren.

Drei Zeugen, die auf einer nahen Baustelle arbeiteten, hinderten den Mann am Wegfahren und befreiten den Zehnjährigen. Der 51-Jährige soll ein Messer und ein K.O.-Spray griffbereit dabei gehabt haben. Er befindet sich vorläufig in einem psychiatrischen Krankenhaus. Ein Motiv für die Tat nannte die Staatsanwaltschaft nicht. Über die Eröffnung eines Verfahrens muss nun das Landgericht Stuttgart entscheiden.

(G.Khurtin--DTZ)

Empfohlen

Jordanien meldet mehr als 20 getötete Dschihadisten nach Luftangriffen in Syrien

Bei jordanischen Vergeltungsangriffen in Syrien nach einem Anschlag auf eine christliche Kirche in Jordanien sind jordanischen Angaben zufolge mehr als 20 Dschihadisten getötet worden. Auch ein großes Waffenlager der Islamisten sei bei dem Angriff am Montag zerstört worden, teilte der jordanische Regierungssprecher Mohammed Al Momani am Dienstag mit. Zugleich war Amman bemüht, die Beziehungen zu Syrien nicht zu beeinträchtigen und erklärte, es habe "großen Respekt" für den syrischen Staat. Syrien schloss als Reaktion auf den jordanischen Angriff in Syrien einen Grenzübergang zu Jordanien und prangerte eine Verletzung seines Luftraums an.

Anschlag bei Paris: Prominente protestieren gegen Rassismus in Frankreich

Nach dem rassistischen Anschlag nahe Paris, bei dem ein Mensch getötet und fünf weitere verletzt wurden, haben etwa 100 Persönlichkeiten aus Kultur und Sport gegen Rassismus protestiert. "Wir wussten, dass die Worte des Hasses erneut mit Töten enden würden", steht über dem am Dienstag von dem Magazin "Politis" veröffentlichten Aufruf. Zu den Unterzeichnern zählen der Schauspieler Omar Sy, der Filmemacher Michel Hazanavicius, der ehemalige Fußballstar Lilian Thuram und zahlreiche Rapper. Die Unterzeichner wandten sich gegen "Gleichgültigkeit" und forderten eine Schweigeminute in der Nationalversammlung für den Getöteten.

EU schlägt Frontex-Einsatztruppe für Grenzschutz und Abschiebungen vor

Die EU-Kommission hat vorgeschlagen, innerhalb der europäischen Grenzschutzagentur Frontex eine Art flexible Einsatztruppe einzurichten. Frontex solle bis 2041 auf insgesamt 30.000 Mitarbeiter aufgestockt und eine "neue 'Europäische Reserve für Grenzschutz und Abschiebung' mit 17.000 Einsatzkräften geschaffen" werden, erklärte die Brüsseler Behörde am Dienstag. Diese solle "den Mitgliedstaaten zur Verfügung stehen und bei Bedarf eingesetzt werden können".

Prozess um Nord-Stream-Sprengung: Gericht lehnt Antrag auf Einstellung ab

Im Hamburger Prozess um die Sprengung der Nord-Stream-Pipelines ist die Verteidigung mit einem Antrag auf Verfahrenseinstellung gescheitert. Das Oberlandesgericht Hamburg lehnte diesen am Dienstag als unbegründet ab. In dem Verfahren ist ein früherer Offizier der ukrainischen Streitkräfte unter anderem wegen eines Kriegsverbrechens angeklagt. Er soll die Sprengung mitgeplant und zum Sabotageteam gehört haben. Das Gericht setzte Verhandlungstermine bis Ende Januar an.

Textgröße ändern: