Deutsche Tageszeitung - Feuerkatastrophe in Kenia: Regierung will Schuldige "zur Rechenschaft ziehen"

Feuerkatastrophe in Kenia: Regierung will Schuldige "zur Rechenschaft ziehen"


Feuerkatastrophe in Kenia: Regierung will Schuldige "zur Rechenschaft ziehen"
Feuerkatastrophe in Kenia: Regierung will Schuldige "zur Rechenschaft ziehen" / Foto: © AFP

Nach einer tödlichen Gasexplosion in einem Wohngebiet in der kenianischen Hauptstadt Nairobi hat die Regierung des ostafrikanischen Landes eine rechtliche Aufarbeitung angekündigt. Vizepräsident Rigathi Gachagua mahnte am Freitag in Onlinedienst X, vormals Twitter, zwar zu "Vorsicht und Einhaltung der Rechtsstaatlichkeit", kündigte aber gleichzeitig an, "die Schuldigen an diesem inakzeptablen Vorfall" würden "zur Rechenschaft gezogen". Bei dem nächtlichen Brand kamen mindestens drei Menschen ums Leben, 280 weitere wurden verletzt.

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Ein mit Gaszylindern beladener Lastwagen explodierte Regierungsangaben zufolge kurz vor Mitternacht im Stadtteil Embakasi. Das Feuer griff schnell auf die Umgebung über.

Gachagua besuchte den Ort der Katastrophe im Südosten Nairobis. Einwohner gaben an, es sei nur eine Frage der Zeit gewesen, bis ein solches Unglück passieren würde. Als Grund gaben sie die große Zahl an Gaslagern in der dicht besiedelten Gegend an.

Nach Angaben des Ölinstituts für Ostafrika, dem die Gas- und Ölunternehmen der Region angehören, ereignete sich die Explosion "an einem illegalen Verteilungs- und Lagerort von Flüssiggas". Dessen Besitzer und einige Kunden seien im Mai 2023 verurteilt worden. Demnach betrieb der Eigentümer die Einrichtung "ohne auch nur die geringsten Sicherheitsstandards" dennoch weiter.

Ermittlungen zum Auslöser der Explosion wurden aufgenommen. Medienberichten zufolge war die Explosion noch mehrere Kilometer entfernt zu hören.

(L.Møller--DTZ)

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