Deutsche Tageszeitung - Drei Verletzte bei Angriff an Pariser Bahnhof - Keine Hinweise auf Terrorakt

Drei Verletzte bei Angriff an Pariser Bahnhof - Keine Hinweise auf Terrorakt


Drei Verletzte bei Angriff an Pariser Bahnhof - Keine Hinweise auf Terrorakt
Drei Verletzte bei Angriff an Pariser Bahnhof - Keine Hinweise auf Terrorakt / Foto: © AFP

Bei einem Messerangriff im Pariser Bahnhof Gare de Lyon sind am Samstag drei Menschen verletzt worden. Der mutmaßliche Angreifer, ein 31-jähriger Mann aus Mali, sei festgenommen worden, teilte die französische Polizei mit. Erste Erkenntnisse zu der Tat ließen nicht auf "einen terroristischen Akt" schließen. Der Verdächtige "leidet offensichtlich unter psychischen Problemen".

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Der Angreifer habe drei Menschen im Bahnhof "mit einem Messer und einem Hammer" angegriffen, sagte Polizeipräfekt Laurent Nuñez bei einer Pressekonferenz in dem Bahnhof. Bei dem Angriff seien ein Mensch schwer und zwei weitere leicht verletzt worden. Der Zustand des schwerverletzten Opfers habe sich "stabilisiert", es befinde sich jedoch weiterhin in Lebensgefahr, sagte Nuñez weiter. Ein Augenzeuge stehe zudem unter Schock.

Der festgenommene Mann habe während des Angriffs "nichts gerufen", hieß es aus Polizeikreisen. Er habe der Polizei einen italienischen Führerschein gezeigt. Der Mann halte sich seinen Papieren zufolge seit 2016 legal in Italien auf, sagte Nuñez. Der Polizei habe der Verdächtige gesagt, er habe "psychische Probleme", auch seien Medikamente bei ihm gefunden worden.

Wie aus Polizeikreisen weiter verlautete, setzten Passanten den Angreifer außer Gefecht, noch bevor die Bahnpolizei am Tatort eintraf. Innenminister Gérald Darmanin bedankte sich im Onlinedienst X, vormals Twitter, mit den Worten: "Ein Dankeschön an diejenigen, die den Mann überwältigt haben, der diese unerträgliche Tat begangen hat."

Am Gare de Lyon verkehren sowohl Inlandszüge als auch Züge in die Schweiz und nach Italien. Jedes Jahr werden an dem Bahnhof mehr als hundert Millionen Passagiere abgefertigt. Er gilt als größter Fernverkehrsknotenpunkt Frankreichs.

Der Anschlag ereignete sich weniger als sechs Monate vor der Ausrichtung der Olympischen Spiele 2024 in Paris. Zu dem Großereignis werden in der französischen Hauptstadt 15 Millionen Besucher erwartet.

(U.Stolizkaya--DTZ)

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