Deutsche Tageszeitung - Jugendliche wegen Vergewaltigung von 14-Jähriger an Berliner See verurteilt

Jugendliche wegen Vergewaltigung von 14-Jähriger an Berliner See verurteilt


Jugendliche wegen Vergewaltigung von 14-Jähriger an Berliner See verurteilt
Jugendliche wegen Vergewaltigung von 14-Jähriger an Berliner See verurteilt / Foto: © AFP/Archiv

Nach einer Vergewaltigung einer 14-Jährigen am Berliner Schlachtensee hat das Landgericht der Bundeshauptstadt zwei Jugendliche verurteilt. Gegen den 19-jährigen Hauptangeklagten verhängten die Richterinnen und Richter nach Angaben einer Gerichtssprecherin vom Dienstag drei Jahre Jugendhaft. Einen mitangeklagten 18-jährigen Beschuldigten verurteilten sie zu neun Monaten Haft auf Bewährung. Beide sollen dem Opfer demnach außerdem 5000 Euro Schmerzensgeld zahlen.

Textgröße ändern:

Der sexuelle Übergriff auf die Jugendlichen ereignete sich laut Anklage im vergangenen Juni am Rande einer Feier an dem See in Berlin-Zehlendorf. Dem 19-jährigen Hauptbeschuldigten wurde Vergewaltigung vorgeworfen, das Urteil gegen ihn lautete entsprechend. Dem mitangeklagten 18-Jährigen wurde ein sexueller Übergriff zu Last gelegt. Auch er wurde entsprechend verurteilt.

In seinem Fall ordnete das Gericht als Bewährungsauflage außerdem an, dass er 60 Stunden sogenannte Freizeitarbeiten abzuleisten hat. Die 5000 Euro Schmerzensgeld für das Opfer müssen die beiden Beschuldigten laut Urteil gesamtschuldnerisch aufbringen - das heißt die Summe gemeinsam begleichen.

Das Urteil fiel nach Angaben der Sprecherin bereits vor etwa einer Woche am 13. Februar. Der Prozess fand wegen des Alters der Beschuldigten und des Opfers teilweise unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Das galt auch für die Plädoyers von Staatsanwaltschaft, Nebenklage und Verteidigung. Das Urteil ist demnach auch noch nicht rechtskräftig. Beide Angeklagten legten inzwischen Revision gegen die Entscheidung des Berliner Landgerichts ein.

Laut Anklage hatte die Jugendliche bei der Tat im vergangenen Sommer die Feier zunächst freiwillig mit den Angeklagten in Richtung eines abgelegenen Teils des Sees verlassen. Als sie sich ihre Entscheidung anders überlegte, sollen die Angeklagten die Jugendliche mitgezogen und schließlich weggetragen haben. An einer abgelegenen Stelle sollen die beiden Männer die 14-Jährige festgehalten und dann gegen ihren Willen sexuelle Handlungen an ihr vorgenommen haben.

(W.Novokshonov--DTZ)

Empfohlen

Hamburger Prozess um Sprengung von Nord-Stream-Pipelines wird fortgesetzt

In Hamburg wird am Dienstag (09.30 Uhr) der Prozess um die Sprengung der Nord-Stream-Gaspipelines fortgesetzt. Das Gericht könnte über den Antrag der Verteidigung entscheiden, das Verfahren wegen eines gravierenden rechtsstaatlichen Verfahrenshindernisses einzustellen. Zunächst soll laut Gerichtsangaben aber nochmals der Vertreter der Bundesanwaltschaft die Gelegenheit erhalten, auf den Antrag der Verteidigung zu reagieren.

US-Demokraten fordern Sonderermittler zu Trumps Verbindungen zu Epstein

Acht Tage vor den US-Kongresswahlen haben Vertreter der oppositionellen Demokraten die Ernennung eines Sonderermittlers gefordert, um die Verbindungen von Präsident Donald Trump zu dem verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein zu untersuchen. Der Sonderermittler solle nicht nur den Präsidenten, sondern "alle potenziellen Komplizen und Mitverschwörer Epsteins" unter die Lupe nehmen, schrieben die Vertreter der Demokraten im Justizausschuss des Repräsentantenhauses am Montag in einem 53-seitigen Bericht.

Vatikan: Papst Leo XIV. reist trotz Krebsoperation nach Südamerika

Der Vatikan hat die geplante Südamerika-Reise von Papst Leo XIV. knapp zwei Wochen nach dessen Lungenkrebsoperation offiziell bestätigt. Der 71-Jährige werde vom 6. bis zum 17. November wie geplant Uruguay, Argentinien und Peru besuchen, erklärte das vatikanische Presseamt am Montag. Die Genesung des katholischen Kirchenoberhaupts schreite weiter voran.

Macron sieht weiteren "riskanten" Protest-Samstag voraus

Nach den gewalttätigen Protesten in Frankreich sollen für den kommenden Samstag angekündigte neue Demonstrationen nach den Worten von Präsident Emmanuel Macron aus den Innenstädten herausgehalten werden. Der kommende Samstag sei erneut "riskant", sagte Macron am Montag bei einem Besuch in Marseille mit Blick auf die Proteste. Geschäfte sollten geschützt und die "Ruhe" aufrecht erhalten werden. Von den Gewerkschaften angekündigte Protestmärsche sollten daher außerhalb der Stadtzentren stattfinden.

Textgröße ändern: