Deutsche Tageszeitung - 998 ukrainische Patienten seit Kriegsbeginn in Deutschland behandelt

998 ukrainische Patienten seit Kriegsbeginn in Deutschland behandelt


998 ukrainische Patienten seit Kriegsbeginn in Deutschland behandelt
998 ukrainische Patienten seit Kriegsbeginn in Deutschland behandelt / Foto: © AFP

Deutschland hat seit Beginn des russischen Angriffskrieges vor zwei Jahren 998 kranke oder verletzte Patientinnen und Patienten aus der Ukraine medizinisch behandelt. Darunter seien sowohl Zivilisten, als auch Angehörige des Militärs, teilte das Bundesinnenministerium am Freitag mit. Das Technische Hilfswerk (THW) und das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe wickelten seither demnach außerdem 500 Hilfstransporte mit einem summierten Warenwert von knapp 256 Millionen Euro ab.

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Darunter seien überwiegend medizinisches Material, Medikamente, Fahrzeuge und Transporter gewesen, wie das Ministerium mitteilte. Mit den Hilfsgütern wurden demnach insbesondere die frontnahen Gebiete sowie der ukrainische Zivil- und Katastrophenschutz, der in der Ukraine auch den Bereich Feuerwehr und Rettungswesen umfasst, unterstützt.

Den Angaben zufolge wurden mehr als 280 Fahrzeuge wie Kipplader, Feuerwehrfahrzeuge oder Tankwagen in die Ukraine gebracht, außerdem knapp 100 Baumaschinen, wie Kettenbagger, Raupen, Teleskopradlader sowie Abriss-Bagger. Auch 20 Batteriespeicher, 1100 Heizgeräte, 30 Wohncontainer, 180 Zelte und acht Feldküchen wurden der Ukraine zur Verfügung gestellt. Zudem umfassten die Lieferungen drei Trinkwasseraufbereitungsanlagen und zwölf Brunnenpumpen für eine bessere Wasserversorgung der betroffenen Gebiete.

Am Samstag jährt sich der Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine zum zweiten Mal. Seither unterstützen das Bundeskriminalamt (BKA) und die Bundespolizei die ukrainischen Behörden auch bei der Aufklärung von möglichen Kriegsverbrechen. Dafür sei Material für die forensische Arbeit etwa bei der Spurensicherung bereitgestellt worden.

"Wir helfen weiterhin dort, wo Hilfe dringend gebraucht wird. Wir unterstützen die ukrainische Feuerwehr, den Rettungsdienst und den Katastrophenschutz", erklärte Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD). "Die 500 Hilfstransporte sind der größte Logistikeinsatz in der Geschichte des THW."

(U.Stolizkaya--DTZ)

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