Deutsche Tageszeitung - 25-Jährige wegen Planung von Anschlag auf Rathaus in Baden-Württemberg angeklagt

25-Jährige wegen Planung von Anschlag auf Rathaus in Baden-Württemberg angeklagt


25-Jährige wegen Planung von Anschlag auf Rathaus in Baden-Württemberg angeklagt
25-Jährige wegen Planung von Anschlag auf Rathaus in Baden-Württemberg angeklagt / Foto: © AFP/Archiv

Weil eine 25-Jährige einen Anschlag auf das Rathaus von Fellbach in Baden-Württemberg geplant haben soll, hat die Staatsanwaltschaft Stuttgart Anklage gegen sie erhoben. Die Frau soll nach Angaben vom Dienstag mutmaßlich aus staats- und fremdenfeindlicher Motivation heraus einen Amoklauf geplant haben. Dabei habe sie bestimmte Rathausmitarbeiter und möglichst viele Unbeteiligte töten oder verletzen wollen, erklärte die Staatsanwaltschaft.

Textgröße ändern:

Der Behörde zufolge wollte die Frau Bomben, umgebaute Schusswaffen, Brandsätze sowie Hieb- und Stichwaffen einsetzen. Im Jahr 2023 sollen sich ihre Planungen auf das Amtsgericht in Waiblingen ausgeweitet haben. Die 25-Jährige soll bereits Schreckschuss- und Gasdruckpistolen sowie Hieb- und Stichwaffen erworben und Schwarzpulver für Rohrbomben selbst hergestellt haben.

Sie wurde im Oktober festgenommen. Die Bewohnerin einer Sozialunterkunft sollte demnach wegen eines Nachbarschaftsstreits in eine andere Unterkunft in der Stadt verlegt werden. Beim Umzug fand ein Umzugsunternehmen verdächtige Gegenstände, woraufhin die Polizei alarmiert wurde. Eine anschließende Durchsuchung der Wohnung habe den Verdacht einer Anschlagsplanung auf das Rathaus in Fellbach begründet, teilten die Ermittler damals mit.

Die Frau sitzt in Untersuchungshaft. Die konkreten Vorwürfe gegen sie lauten Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat, Vorbereitung eines Explosionsverbrechens und Verstoß gegen das Waffengesetz. Über die Zulassung der Anklage und die Eröffnung eines Hauptverfahrens entscheidet nun das Landgericht Stuttgart. Bei einer möglichen Hauptverhandlung soll der Staatsanwaltschaft zufolge auch die Frage erörtert werden, ob die Voraussetzungen für die Unterbringung der 25-Jährigen in einem psychiatrischen Krankenhaus vorliegen.

(P.Hansen--DTZ)

Empfohlen

US-Demokraten fordern Sonderermittler zu Trumps Verbindungen zu Epstein

Acht Tage vor den US-Kongresswahlen haben Vertreter der oppositionellen Demokraten die Ernennung eines Sonderermittlers gefordert, um die Verbindungen von Präsident Donald Trump zu dem verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein zu untersuchen. Der Sonderermittler solle nicht nur den Präsidenten, sondern "alle potenziellen Komplizen und Mitverschwörer Epsteins" unter die Lupe nehmen, schrieben die Vertreter der Demokraten im Justizausschuss des Repräsentantenhauses am Montag in einem 53-seitigen Bericht.

Vatikan: Papst Leo XIV. reist trotz Krebsoperation nach Südamerika

Der Vatikan hat die geplante Südamerika-Reise von Papst Leo XIV. knapp zwei Wochen nach dessen Lungenkrebsoperation offiziell bestätigt. Der 71-Jährige werde vom 6. bis zum 17. November wie geplant Uruguay, Argentinien und Peru besuchen, erklärte das vatikanische Presseamt am Montag. Die Genesung des katholischen Kirchenoberhaupts schreite weiter voran.

Macron sieht weiteren "riskanten" Protest-Samstag voraus

Nach den gewalttätigen Protesten in Frankreich sollen für den kommenden Samstag angekündigte neue Demonstrationen nach den Worten von Präsident Emmanuel Macron aus den Innenstädten herausgehalten werden. Der kommende Samstag sei erneut "riskant", sagte Macron am Montag bei einem Besuch in Marseille mit Blick auf die Proteste. Geschäfte sollten geschützt und die "Ruhe" aufrecht erhalten werden. Von den Gewerkschaften angekündigte Protestmärsche sollten daher außerhalb der Stadtzentren stattfinden.

Geplante Jugendproteste: Warnungen vor Gewalt - und Verständnis für Anliegen

Frankreich als abschreckendes Beispiel: Die geplanten bundesweiten Jugendproteste am kommenden Samstag nähren in Deutschland die Sorge vor einer Unterwanderung durch extremistische Kräfte. Innenpolitiker von Union und SPD verwiesen am Montag auf die Ausschreitungen in Frankreich und anderen europäischen Ländern. Verständnis für die Anliegen junger Menschen zeigten Politikerinnen von Grünen und Linken.

Textgröße ändern: