Deutsche Tageszeitung - Vier Tote bei Feuer in Solinger Wohnhaus: Ermittler gehen von Brandstiftung aus

Vier Tote bei Feuer in Solinger Wohnhaus: Ermittler gehen von Brandstiftung aus


Vier Tote bei Feuer in Solinger Wohnhaus: Ermittler gehen von Brandstiftung aus
Vier Tote bei Feuer in Solinger Wohnhaus: Ermittler gehen von Brandstiftung aus / Foto: © AFP/Archiv

Der Brand in einem Wohnhaus in Solingen mit vier Toten ist den Ermittlern zufolge vorsätzlich gelegt worden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft in Wuppertal vom Mittwoch fanden Brandgutachter in dem Treppenhaus Reste eines Brandbeschleunigers. Es werden daher wegen Mordes ermittelt, einen Tatverdächtigen gebe es noch nicht. Bei dem Brand am Montag war eine vierköpfige Familie ums Leben gekommen.

Textgröße ändern:

Die Eltern waren demnach 28 und 29 Jahre alt, ein Kind knapp drei Jahre und ein Säugling erst fünf Monate alt. Die Familie stammte aus Bulgarien. Laut den Ermittlern gab es zunächst keine Hinweise auf ein fremdenfeindliches Motiv.

Der Ausgangsort des Brandes habe einem Brandgutachten zufolge im Treppenhaus gelegen, hieß es weiter. Von dort habe sich das Feuer in wenigen Minuten bis zum Dach ausgebreitet. Aufgrund der nachgewiesenen Brandbeschleuniger müsse von einer vorsätzlichen Brandlegung ausgegangen werden.

Neun weitere Bewohner wurden bei dem Brand verletzt. Einige der Verletzten befinden sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft vom Mittwoch noch in intensivmedizinischer Behandlung.

Der Brand in dem Haus war am frühen Dienstagmorgen ausgebrochen. Polizei und Feuerwehr waren mit einem Großaufgebot im Einsatz, zeitweise waren 120 Feuerwehrleute vor Ort. Der Rettungseinsatz gestaltete sich laut frühren Angaben als schwierig, weil das Treppenhaus in Vollbrand stand. Die vier Leichen der Opfer konnten später nur noch tot aus dem Haus geborgen werden.

(L.Møller--DTZ)

Empfohlen

Nach Kollision in Bremerhaven: Kreuzfahrt für rund 2400 Passagiere abgesagt

Nach der Kollision eines Kreuzfahrtschiffes beim Auslaufen in Bremerhaven fällt die geplante Reise aus. Die Fahrt von "Mein Schiff 3" mit insgesamt 2428 Gästen an Bord auf die Kanaren sei angesichts der Schäden abgesagt worden, teilte der Veranstalter TUI Cruises am Montag in Hamburg der Nachrichtenagentur AFP mit. Das Schiff müsse in einer Werft repariert werden.

Königin Letizia stürzt auf Fischerboot und bleibt unverletzt

Spaniens Königin Letizia rutschte bei einem Besuch im asturischen Llanes beim Verlassen eines Fischerboots aus. Sie stand mit Hilfe wieder auf und setzte den Termin fort.

Nachtclub-Schlägerei: Londoner Gericht verkündet Strafmaß gegen US-Sänger Chris Brown

Nach seiner Beteiligung an einer Schlägerei in einem Londoner Nachtclub soll ein Gericht in der britischen Hauptstadt am Montag das Strafmaß gegen den US-Sänger und Rihanna-Ex-Freund Chris Brown verkünden. Der 37-Jährige hatte sich im Juli schuldig bekannt, im Februar 2023 an einer Schlägerei im exklusiven Nachtklub "Tape" beteiligt gewesen zu sein. Dabei soll er den Musikproduzenten Abraham "Abe" Diaw in London angegriffen und mit einer Glasflasche geschlagen haben.

Rassistischer Angriff in Pariser Vorstadt: Psychisch kranker Täter stand unter Drogen

Der Angreifer, der in zwei Pariser Vorstädten aus mutmaßlich rassistischen Motiven einen Menschen getötet und fünf weitere verletzt hat, leidet offenbar an Schizophrenie und stand während der Tat unter Drogeneinfluss. Nachdem der Polizeigewahrsam des 39-jährigen Kevin T. am Samstag aufgehoben worden war, wurde er am Sonntag in die Psychiatrie eingewiesen, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. In einem Trauermarsch gedachten hunderte Angehörige und Unterstützer des 26-jährigen afrikanischstämmigen Todesopfers.

Textgröße ändern: