Deutsche Tageszeitung - Öffnung eines kleinen Kanals ermöglicht Umfahren des Brückenwracks in Baltimore

Öffnung eines kleinen Kanals ermöglicht Umfahren des Brückenwracks in Baltimore


Öffnung eines kleinen Kanals ermöglicht Umfahren des Brückenwracks in Baltimore
Öffnung eines kleinen Kanals ermöglicht Umfahren des Brückenwracks in Baltimore / Foto: © US COAST GUARD/AFP

Nach dem spektakulären Einsturz einer Autobahnbrücke in der US-Stadt Baltimore vor einer Woche können nun wieder Schiffe die Unglücksstelle passieren. Wie die für die Aufräumarbeiten zuständigen Behörden am späten Montagabend (Ortszeit) mitteilten, kann der dafür vorübergehend geöffnete Kanal aber nicht von großen Schiffen genutzt werden. Er sei vorerst nur für Schiffe geöffnet, die an den Aufräum- und Bergungsarbeiten beteiligt sind.

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Ein Schleppkahn mit einem Treibstoff-Frachter waren den Behörden zufolge die ersten Schiffe, die den Umgehungskanal passierten. Der Treibstoff an Bord des Frachters war demnach für Maschinen des nahe gelegenen US-Luftwaffenstützpunktes Dover im Bundesstaat Delaware gedacht.

Küstenwachen-Sprecherin Carmen Caver sagte der Nachrichtenagentur AFP, es werde daran gearbeitet, den 3,40 Meter tiefen und 80 Meter breiten Kanal nach und nach auch für andere Schiffe zu öffnen. Ein Zeitplan für dieses Vorhaben stehe aber noch nicht fest.

Der Gouverneur des Bundesstaates Maryland, Wes Moore, sagte bei einer Pressekonferenz, "in den kommenden Tagen" könne ein zweiter Kanal zum Umfahren der Unfallstelle geöffnet werden. Bis zu dem Unfall zählte Baltimore zu den meistgenutzten Häfen der USA.

Die Francis-Scott-Key-Brücke über dem Patapsco-Fluss war vorige Woche Dienstag am frühen Morgen eingestürzt, nachdem ein Containerschiff einen Brückenpfeiler gerammt hatte. Die Behörden gehen davon aus, dass sechs Bauarbeiter ums Leben kamen, die sich zum Zeitpunkt des Einsturzes auf der Brücke befanden. Noch konnten aber nicht alle Opfer geborgen werden.

Der Bergungseinsatz gestaltet sich laut Moore äußerst schwierig. Das Wasser an der Unglücksstelle sei derart trübe und voller Trümmerteile, "dass die die Taucher nicht mehr als einen Meter weit sehen" könnten, sagte der Gouverneur.

Am Sonntag hatten auch die Aufräumarbeiten begonnen. Arbeiter beseitigten ein erstes, 200 Tonnen schweres Stück der Brücke. Das verunglückte Containerschiff steckt weiterhin unter Trümmerteilen fest. Das Weiße Haus kündigte am Montag an, dass US-Präsident Joe Biden die Unglücksstelle am Freitag besuchen werde.

(N.Loginovsky--DTZ)

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