Deutsche Tageszeitung - Drei weitere Verhaftungen in Zusammenhang mit Bandenkrieg in Raum Stuttgart

Drei weitere Verhaftungen in Zusammenhang mit Bandenkrieg in Raum Stuttgart


Drei weitere Verhaftungen in Zusammenhang mit Bandenkrieg in Raum Stuttgart
Drei weitere Verhaftungen in Zusammenhang mit Bandenkrieg in Raum Stuttgart / Foto: © AFP/Archiv

Im Zusammenhang mit einem Bandenkrieg im Raum Stuttgart haben die Ermittler drei weitere Verdächtige verhaftet. Wie Staatsanwaltschaft und Polizei in Ulm sowie das Stuttgarter Landeskriminalamt am Donnerstag mitteilten, stehen sie in Verdacht, in Verbindung zu einer der beiden verfeindeten Banden zu stehen. Die Festgenommenen im Alter von 16 bis 20 Jahren wurden einem Richter vorgeführt, welcher Haftbefehl erließ. Gefasst worden waren sie bereits vergangene Woche nach einem Angriff auf einen 17-Jährigen in der Göppinger Innenstadt.

Textgröße ändern:

Die Gruppe soll dort am Dienstagabend vergangener Woche Uhr zufällig auf ihr späteres Opfer getroffen und dieses bis in eine Seitengasse verfolgt haben. Um den 17-Jährigen zum Begleichen angeblicher Schulden zu zwingen, schlugen sie ihn und nahmen ihm unter Bedrohung mit einem Messer persönliche Gegenstände und Geld ab.

Das Opfer rief den Angaben zufolge anschließend die Polizei, welche drei Tatverdächtige in der Göppinger Innenstadt festnahm. Ein 20-Jähriger davon, der aber mit der Tat nicht in Verbindung gebracht werden konnte, wurde am Folgetag entlassen. Dafür wurde ein anderer Verdächtiger in seiner Wohnung festgenommen.

Gegen diese drei wurden nun Haftbefehle erlassen, sie sind den Angaben zufolge bereits polizeibekannt und mehrfach in Erscheinung getreten.

"Unsere akribische Ermittlungsarbeit geht weiter und dabei erzielen wir fortlaufend neue Fahndungserfolge", erklärte Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) zu den Verhaftungen. "Unsere Polizei hält den Druck weiter hoch, um die Auseinandersetzungen von zwei rivalisierenden kriminellen Gruppen im Großraum Stuttgart im Keim zu ersticken."

Seit Februar 2023 wird wegen der Bandenkriminalität ermittelt. Es gab bereits zahlreiche gewalttätige Zwischenfälle, darunter mehrfach Schüsse auf oder vor Lokalen. Die verfeindeten Gruppierungen sind den Behörden zufolge mutmaßlich in kriminelle Aktivitäten verwickelt.

Polizei und Staatsanwaltschaft in der Region ermitteln mit Hochdruck, es gab zahlreiche Razzien und inzwischen dutzende Festnahmen. Mehrere Delikte landeten außerdem bereits vor Gericht.

(L.Svenson--DTZ)

Empfohlen

Nachtclub-Schlägerei: Londoner Gericht verkündet Strafmaß gegen US-Sänger Chris Brown

Nach seiner Beteiligung an einer Schlägerei in einem Londoner Nachtclub soll ein Gericht in der britischen Hauptstadt am Montag das Strafmaß gegen den US-Sänger und Rihanna-Ex-Freund Chris Brown verkünden. Der 37-Jährige hatte sich im Juli schuldig bekannt, im Februar 2023 an einer Schlägerei im exklusiven Nachtklub "Tape" beteiligt gewesen zu sein. Dabei soll er den Musikproduzenten Abraham "Abe" Diaw in London angegriffen und mit einer Glasflasche geschlagen haben.

Rassistischer Angriff in Pariser Vorstadt: Psychisch kranker Täter stand unter Drogen

Der Angreifer, der in zwei Pariser Vorstädten aus mutmaßlich rassistischen Motiven einen Menschen getötet und fünf weitere verletzt hat, leidet offenbar an Schizophrenie und stand während der Tat unter Drogeneinfluss. Nachdem der Polizeigewahrsam des 39-jährigen Kevin T. am Samstag aufgehoben worden war, wurde er am Sonntag in die Psychiatrie eingewiesen, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. In einem Trauermarsch gedachten hunderte Angehörige und Unterstützer des 26-jährigen afrikanischstämmigen Todesopfers.

Migrationskommissar Brunner will Frontex zur "zentralen EU-Abschiebeagentur" machen

EU-Migrationskommissar Magnus Brunner will die europäische Grenzschutzagentur Frontex zur "zentralen EU-Abschiebeagentur" machen. "Wir werden am Dienstag einen Gesetzesvorschlag präsentieren, um Frontex breiter und stärker aufzustellen", erklärte Brunner am Sonntag. "Wer kein Recht hat, in der EU zu bleiben, muss sie auch tatsächlich verlassen", fügte er hinzu. Die "europäische Migrationswende" werde "konsequent" fortgesetzt.

Erste Herbststürme sorgen für Schäden: Tausende Haushalte in Freiburg ohne Strom

Die ersten Herbststürme sind am Wochenende über Deutschland gezogen und haben für Schäden gesorgt. In Freiburg und Umgebung fiel am Sonntag aufgrund von Unwetterschäden in rund zehntausend Haushalten stundenlang der Strom aus, wie der Versorger Badenova mitteilte. Insbesondere im Westen des Landes meldeten die Feuerwehren Einsätze unter anderem wegen umgestürzter Bäume. Laut Wetterdienst drohten bis Sonntagabend lokale Sturmböen, an der Nordsee und in Höhenlagen Orkan.

Textgröße ändern: