Deutsche Tageszeitung - Mann in Bayern von Zug überrollt - drei Männer in Untersuchungshaft

Mann in Bayern von Zug überrollt - drei Männer in Untersuchungshaft


Mann in Bayern von Zug überrollt - drei Männer in Untersuchungshaft
Mann in Bayern von Zug überrollt - drei Männer in Untersuchungshaft / Foto: © AFP/Archiv

Drei junge Männer befinden sich in Untersuchungshaft, nachdem in der bayerischen Stadt Neumarkt ein Mann von einem Zug erfasst und tödlich verletzt wurde. Es werde wegen eines Tötungsdelikts ermittelt, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberpfalz in Regensburg am Freitag. Die drei Tatverdächtigen seien am Nachmittag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth einem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Nürnberg vorgeführt worden, welcher für alle drei Untersuchungshaft anordnete.

Textgröße ändern:

Das Todesopfer wurde am späten Donnerstagnachmittag in der Nähe des Bahnhofs Neumarkt von dem Güterzug erfasst. Der Lokführer habe den Mann noch auf den Gleisen liegen gesehen, aber nicht rechtzeitig bremsen können, teilte die Polizei mit.

Noch am Donnerstag wurde eine Fahndung nach drei Menschen eingeleitet, die in unmittelbarer Nähe gewesen sein sollen. In der Nacht seien die jüngeren Männer schließlich festgenommen worden, hieß es. Sie seien zum Teil stark alkoholisiert gewesen.

Bei den Tatverdächtigen handelt es sich um einen 21-Jährigen, einen 24-Jährigen und einen 31-Jährigen. Bislang gebe es keine Erkenntnisse zu den Hintergründen oder einem möglichen Motiv, erklärte die Polizei.

Die Polizei ermittelt auch wegen eines Streits am Donnerstagnachmittag in dem Gewerbegebiet, in dem der Mann später von dem Zug überrollt wurde. Sie will herausfinden, ob der Streit mit dem Vorfall in Verbindung stand. Der Tote wurde den Angaben zufolge obduziert. Das Ergebnis stand aber noch aus.

Für die Spurensicherung wurde die Zugstrecke für einige Stunden gesperrt, am frühen Freitagmorgen jedoch wieder freigegeben. An dem Großeinsatz in der Nacht waren Polizeikräfte aus Nürnberg, des Polizeipräsidiums Mittelfranken und der Bereitschaftspolizei beteiligt. Auch ein Polizeihubschrauber kam zum Einsatz. Die Polizei bat um Zeugenhinweise zu dem Streit am Donnerstagnachmittag oder dem Vorfall am Abend.

(T.W.Lukyanenko--DTZ)

Empfohlen

Nachtclub-Schlägerei: Londoner Gericht verkündet Strafmaß gegen US-Sänger Chris Brown

Nach seiner Beteiligung an einer Schlägerei in einem Londoner Nachtclub soll ein Gericht in der britischen Hauptstadt am Montag das Strafmaß gegen den US-Sänger und Rihanna-Ex-Freund Chris Brown verkünden. Der 37-Jährige hatte sich im Juli schuldig bekannt, im Februar 2023 an einer Schlägerei im exklusiven Nachtklub "Tape" beteiligt gewesen zu sein. Dabei soll er den Musikproduzenten Abraham "Abe" Diaw in London angegriffen und mit einer Glasflasche geschlagen haben.

Rassistischer Angriff in Pariser Vorstadt: Psychisch kranker Täter stand unter Drogen

Der Angreifer, der in zwei Pariser Vorstädten aus mutmaßlich rassistischen Motiven einen Menschen getötet und fünf weitere verletzt hat, leidet offenbar an Schizophrenie und stand während der Tat unter Drogeneinfluss. Nachdem der Polizeigewahrsam des 39-jährigen Kevin T. am Samstag aufgehoben worden war, wurde er am Sonntag in die Psychiatrie eingewiesen, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. In einem Trauermarsch gedachten hunderte Angehörige und Unterstützer des 26-jährigen afrikanischstämmigen Todesopfers.

Migrationskommissar Brunner will Frontex zur "zentralen EU-Abschiebeagentur" machen

EU-Migrationskommissar Magnus Brunner will die europäische Grenzschutzagentur Frontex zur "zentralen EU-Abschiebeagentur" machen. "Wir werden am Dienstag einen Gesetzesvorschlag präsentieren, um Frontex breiter und stärker aufzustellen", erklärte Brunner am Sonntag. "Wer kein Recht hat, in der EU zu bleiben, muss sie auch tatsächlich verlassen", fügte er hinzu. Die "europäische Migrationswende" werde "konsequent" fortgesetzt.

Erste Herbststürme sorgen für Schäden: Tausende Haushalte in Freiburg ohne Strom

Die ersten Herbststürme sind am Wochenende über Deutschland gezogen und haben für Schäden gesorgt. In Freiburg und Umgebung fiel am Sonntag aufgrund von Unwetterschäden in rund zehntausend Haushalten stundenlang der Strom aus, wie der Versorger Badenova mitteilte. Insbesondere im Westen des Landes meldeten die Feuerwehren Einsätze unter anderem wegen umgestürzter Bäume. Laut Wetterdienst drohten bis Sonntagabend lokale Sturmböen, an der Nordsee und in Höhenlagen Orkan.

Textgröße ändern: