Deutsche Tageszeitung - Beschuldigter in Prozess um Grünes Gewölbe freigesprochen

Beschuldigter in Prozess um Grünes Gewölbe freigesprochen


Beschuldigter in Prozess um Grünes Gewölbe freigesprochen
Beschuldigter in Prozess um Grünes Gewölbe freigesprochen / Foto: © AFP/Archiv

In einem weiteren Prozess um den Juwelendiebstahl aus dem Grünen Gewölbe in Dresden ist ein 24-Jähriger freigesprochen worden. Das sagte eine Sprecherin des Landgerichts Dresden am Mittwoch. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Jugendstrafe von eineinhalb Jahren auf Bewährung wegen Beihilfe zum Diebstahl mit Waffen, Sachbeschädigung und Brandstiftung gefordert, die Verteidigung einen Freispruch.

Textgröße ändern:

Der Mann stammt wie die verurteilten Täter aus dem Berliner Clanmilieu, sie sind alle miteinander verwandt. Er wurde im Mai 2022 am Rande des Hauptprozesses in Dresden festgenommen, den er als Besucher verfolgte. Ihm wurde vorgeworfen, im Zusammenhang mit dem Tatgeschehen einen Fahrdienst übernommen zu haben. Der Haftbefehl wurde später aufgehoben.

Die Urteile gegen die fünf Hauptangeklagten aus dem Mai 2023 sind inzwischen alle rechtskräftig. Vier davon landeten vor dem Bundesgerichtshof (BGH), wurden aber im April bestätigt. Das Landgericht hatte die Männer zu Haftstrafen von bis zu sechs Jahren und drei Monaten verurteilt. Das Urteil gegen den fünften Beschuldigten war schon vor dem BGH-Urteil rechtskräftig, weil der Angeklagte es akzeptiert und die Revision zurückgenommen hatte.

Bei dem Einbruch in das Grüne Gewölbe im November 2019 war Juwelenschmuck im Wert von 116 Millionen Euro gestohlen worden. Die Täter gelangten durch ein angesägtes Fenstergitter in die Ausstellungsräume, zertrümmerten eine Vitrine mit einer Axt und rissen Schmuckstücke heraus. Später setzten sie das Fluchtauto in einer Tiefgarage in Brand. Zwei Bewohner von darüberliegenden Wohnungen erlitten Rauchgasvergiftungen.

(O.Tatarinov--DTZ)

Empfohlen

Tansanias inhaftierter Oppositionsführer Lissu kündigt Hungerstreik an

Tansanias inhaftierter Oppositionsführer Tundu Lissu plant ab Montag einen Hungerstreik. "Da die Gefängnisverwaltung gerichtliche Anordnungen offen missachtet, hat unser Vorsitzender Lissu begründete Angst um sein Leben und seine persönliche Sicherheit", sagte der Generalsekretär von Lissus Partei Chadema, John Mnyika, bei einer Pressekonferenz am Samstag. "Er stellt infrage, ob man Nahrung trauen kann, die von Beamten ausgegeben wird, die wissentlich das Gesetz brechen", fügte er hinzu.

Sturm und Orkan über Deutschland - Weitere Feuerwehreinsätze im Westen

Ausläufer der ersten Wintersturmtiefs über dem Atlantik fegen weiterhin über Deutschland. Am Sonntag war an der Nordsee sowie in höheren Lagen mit starkem Sturm oder Orkan zu rechnen, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach mitteilte. Dort drohten Windgeschwindigkeiten von mehr als 100 Stundenkilometern, anderswo war den Meteorologen zufolge vielerorts mit Sturmböen bis 85 Stundenkilometer zu rechnen.

Brand in Kehlsteinhaus an Obersalzberg seit Samstagabend abgelöscht

Nach dem mutmaßlichen Brandanschlag auf das Kehlsteinhaus im früheren Nazi-Sperrgebiet Obersalzberg in Berchtesgaden ist das Feuer seit Samstagabend gelöscht. Eventuell seien allerdings weitere kleinere Nachlöscheinsätze nötig, sagte eine Sprecherin des Polizeipräsidiums im bayerischen Rosenheim am Sonntag. An dem in rund 1800 Metern Höhe gelegenen Brandort war weiterhin mit Sturmböen zu rechnen, die Glutnester anfachen könnten. Das Feuer war am Freitagabend ausgebrochen.

Tödliche Attacke in Pariser Vorstadt: Hitlers "Mein Kampf" bei Angreifer gefunden

Nach dem offenbar rassistisch motivierten Anschlag im Großraum Paris mit einem Toten und fünf Verletzten haben die Ermittler in der Wohnung des mutmaßlichen Angreifers eine Ausgabe von Adolf Hitlers "Mein Kampf" gefunden. Das Buch sei bei einer Durchsuchung der Wohnung im westlich von Paris gelegenen Plaisir entdeckt worden, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Samstag aus Ermittlerkreisen. Gefunden wurden außerdem eine Bibel und ein Koran.

Textgröße ändern: