Deutsche Tageszeitung - Explosion in Bar in Herford - Polizei sieht keine Hinweise auf politische Tat

Explosion in Bar in Herford - Polizei sieht keine Hinweise auf politische Tat


Explosion in Bar in Herford - Polizei sieht keine Hinweise auf politische Tat
Explosion in Bar in Herford - Polizei sieht keine Hinweise auf politische Tat / Foto: © AFP/Archiv

In einer Bar in der nordrhein-westfälischen Stadt Herford hat es am Sonntag eine Explosion gegeben. Das Gebäude habe vollständig gebrannt, sagte Feuerwehrchef Karsten Buschmann der Nachrichtenagentur AFP. Zudem seien "zahlreiche" Gullydeckel in die Luft geschleudert worden. Nach ersten Erkenntnissen wurde niemand verletzt. Die Ursache war Polizeiangaben zufolge zunächst unklar - es gebe indes keine Hinweise auf einen Anschlag oder einen politischen Hintergrund der Explosion.

Textgröße ändern:

Die Polizei entsandte nach eigenen Angaben "alle verfügbaren Kräfte in den Einsatzraum" und nahm Ermittlungen auf. Diese liefen "in alle Richtungen". Die Polizei bat Zeuginnen und Zeugen, sie über "verdächtige Gegenstände und Personen zu informieren".

Zu möglichen Ursachen erklärten die Ermittler am Sonntagabend, es lägen keine "Hinweise auf einen terroristischen Anschlag oder eine politisch motivierte Tat" vor. Die Ermittlungen dauerten jedoch an, keine Ursache könne bestätigt oder ausgeschlossen werden. Da am Brandort weiter Gefahr bestanden habe, hätten die Ermittler noch keine Spurensicherung vornehmen können.

Zuvor hatte die Feuerwehr umliegende Gebäude evakuiert und das Feuer nach rund einer Dreiviertelstunde unter Kontrolle gebracht. Einsatzkräfte belüfteten mit speziellem Gerät die Kanalisation, um weitere Explosionen zu verhindern, sagte der Feuerwehrchef. Über der Einsatzstelle habe "erhöhter Benzingeruch" gelegen. Das Gebäude erlitt den Angaben zufolge erheblichen Schaden und soll nun zum Teil von der Feuerwehr eingerissen werden.

(U.Beriyev--DTZ)

Empfohlen

Zehntausende in Taiwan nach Durchzug von Taifun "Champi" ohne Strom

Hunderte Verletzte, entwurzelte Bäume, zehntausende Haushalte ohne Strom: Der Taifun "Champi" ist über Taiwan hinweggefegt und hat dabei erhebliche Schäden in dem Inselstaat angerichtet. Zahlreiche Einsatzkräfte arbeiteten nach Angaben der Behörden am Samstag daran, die Stromversorgung für rund 56.000 Haushalte wiederherzustellen. Seit Donnerstag, als die ersten Warnungen vor dem Taifun ausgegeben wurden, kam ein Mensch ums Leben und etwa 500 weitere wurden verletzt.

Nach tödlichem Angriff auf Soldaten: Netanjahu droht Großoffensive im Westjordanland an

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat nach dem Tod von zwei Soldaten bei einem Angriff bewaffneter Palästinenser im besetzten Westjordanland eine großangelegte Militäroffensive angekündigt. Vier Tage vor der Parlamentswahl in Israel ordnete Netanjahu am Freitag eine "vollständige Abriegelung" des Palästinensergebiets an. Er stellte zudem eine Militäroffensive in Aussicht, wie es sie seit dem Sechstagekrieg im Jahr 1967 nicht gegeben habe.

Medienbericht: Weitere Anklage im Fall Wirecard

Im Wirecard-Skandal hat die Staatsanwaltschaft München I einem Medienbericht zufolge eine weitere Anklage erhoben. Wie das Nachrichtenmagazin "Spiegel" am Freitag berichtete, handelt es sich dabei um eine frühere Mitarbeiterin, die von Dezember 2019 bis zur Wirecard-Insolvenz im Juni 2020 im Zuständigkeitsbereich von Vorstand Jan Marsalek arbeitete. Zuvor war sie demnach in der Konzernbuchhaltung beschäftigt.

Viele Opfer nach Einsturz von mehrstöckigem Gebäude in Nairobi befürchtet

Nach dem Einsturz eines im Bau befindlichen mehrstöckigen Gebäudes in Kenias Hauptstadt Nairobi werden mehrere Todesopfer befürchtet. Das Unglück habe sich am Freitag in dem Stadtteil Eastleigh ereignet, teilte das Rote Kreuz im Onlinedienst X mit. Örtliche Medien berichteten von möglichen Opfern unter den Trümmern. Auf Bildern vom Unglücksort war eine große Menschenmenge zu sehen. Örtlichen Medien zufolge kam es nach dem Einsturz zu Plünderungen.

Textgröße ändern: