Deutsche Tageszeitung - Tornado-Warnung: US-Bundesstaat Texas geht in Deckung vor "Beryl"

Tornado-Warnung: US-Bundesstaat Texas geht in Deckung vor "Beryl"


Tornado-Warnung: US-Bundesstaat Texas geht in Deckung vor "Beryl"
Tornado-Warnung: US-Bundesstaat Texas geht in Deckung vor "Beryl" / Foto: © NOAA/GOES/AFP

Begleitet von inständigen Warnungen der Behörden ist Hurrikan "Beryl" am Montag im US-Bundesstaat Texas auf Land getroffen. "Es kommt zu lebensbedrohlichen Sturmfluten und starken Winden, wobei mit erheblichen Sturzfluten und Überschwemmungen in Wohngebieten zu rechnen ist", erklärte das nationale Hurrikan-Zentrum am Morgen. Es wurde eine Tornadowarnung für Teile von Texas herausgegeben - darunter Houston mit seinen 2,3 Millionen Einwohnern.

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"Wir müssen 'Beryl' sehr, sehr ernst nehmen. Unser schlimmster Feind ist Selbstgefälligkeit", sagte Houstons Bürgermeister John Whitmire. Die Einwohner müssten sich bewusst sein, "dass die Bedingungen, unter denen Sie heute schlafen gehen, morgen nicht mehr die gleichen sein werden", warnte er am Sonntagabend.

Am Montagmorgen trat "Beryl" dann laut NHC mit Windgeschwindigkeiten von 130 Kilometern pro Stunde nahe der Stadt Matagorda auf Land. Die Behörden im Landkreis Nueces hatten zuvor Urlauber aufgerufen, die Region zu verlassen.

Im benachbarten Landkreis Refugio galt eine verpflichtende Evakuierungsaufforderung. Die Stadt Galveston südöstlich von Houston rief die Bewohner auf, sich freiwillig in Sicherheit zu bringen. Online verbreitete Videos zeigten lange Autoschlangen beim Verlassen der Stadt.

Der Wirbelsturm hatte in den vergangenen Tagen auf seinem Zug durch die Karibik schwere Zerstörungen angerichtet, mindestens sieben Menschen kamen dabei ums Leben. "Beryl" war der erste Hurrikan seit Beginn der Aufzeichnungen, der bereits zu Beginn der atlantischen Hurrikan-Saison im Juni die Stärke 4 erreichte. Später erreichte er sogar die höchste Hurrikan-Kategorie 5.

Entscheidend für die Entstehung von Hurrikanen ist die Oberflächentemperatur des Meeres. Derzeit ist das Wasser im Nordatlantik laut dem US-Institut für Ozean- und Atmosphärenforschung (NOAA) zwischen einem und drei Grad Celsius wärmer als normal. Das NOAA erwartet in diesem Jahr eine "außergewöhnliche" Hurrikan-Saison mit bis zu sieben Stürmen der Kategorie 3 oder höher.

(P.Hansen--DTZ)

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