Deutsche Tageszeitung - Staatsmedien: Zwölf Tote bei Brückeneinsturz nach schweren Regenfällen in China

Staatsmedien: Zwölf Tote bei Brückeneinsturz nach schweren Regenfällen in China


Staatsmedien: Zwölf Tote bei Brückeneinsturz nach schweren Regenfällen in China
Staatsmedien: Zwölf Tote bei Brückeneinsturz nach schweren Regenfällen in China / Foto: © AFP/Archiv

Bei dem Einsturz einer Autobahnbrücke in China sind nach Angaben von Staatsmedien mindestens zwölf Menschen ums Leben gekommen. Mindestens 31 Menschen würden vermisst, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Samstag. Die Brücke in der Stadt Shangluo in der Provinz Shaanxi sei aufgrund von heftigen Regenschauern und Überflutungen eingestürzt. Mehrere Menschen starben außerdem bei Unwettern in der Provinz Sichuan. Acht Leichen wurden dort laut Xinhua geborgen.

Textgröße ändern:

Shangluo liegt rund 900 Kilometer Luftlinie südwestlich von Peking. Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen fielen laut Xinhua 17 Autos und acht Lastwagen nach dem Einsturz der Brücke in den darunterliegenden Fluss.

Ein Zeuge sagte örtlichen Medien, er habe sich der Brücke genähert, doch andere Fahrer hätten ihn angeschrien, "ich solle bremsen". Ein Lkw vor ihm habe nicht angehalten und sei in den Fluss gestürzt. Der chinesische Präsident Xi Jinping rief laut Xinhua zu umfassenden "Rettungs- und Hilfsmaßnahmen" auf, um die Vermissten zu finden.

Die staatliche Nachrichtenagentur berichtete außerdem über ein schweres Gewitter in der südwestlichen Provinz Sichuan, das in der Nacht zu Samstag in der Stadt Ya'an Überschwemmungen ausgelöst habe. Bis Samstagabend wurden demnach acht Leichen geborgen. Mehr als 30 Menschen werden noch vermisst.

Am Freitag hatten die chinesischen Staatsmedien nach Überschwemmungen und Erdrutschen in der Stadt Baoji in der Provinz Shaanxi von mindestens fünf Toten und acht Vermissten berichtet. In Sichuan kamen am Freitag demnach mindestens zwei Menschen bei ähnlichen Unwettern ums Leben.

China erlebt in diesem Jahr einen Sommer mit Extremwetter: Während es im Osten und Süden schon vor einigen Wochen Starkregen und Überschwemmungen gab, litt der Norden des Landes unter mehreren Hitzewellen. Forschern zufolge nimmt die Stärke und die Häufigkeit von Extremwetterereignissen durch den menschengemachten Klimawandel zu. China ist der weltgrößte Emittent von Treibhausgasen, welche die Erderwärmung vorantreiben.

(W.Novokshonov--DTZ)

Empfohlen

Nach tödlichem Angriff auf Soldaten: Netanjahu droht Großoffensive im Westjordanland an

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat nach dem Tod von zwei Soldaten bei einem Angriff bewaffneter Palästinenser im besetzten Westjordanland eine großangelegte Militäroffensive angekündigt. Vier Tage vor der Parlamentswahl in Israel ordnete Netanjahu am Freitag eine "vollständige Abriegelung" des Palästinensergebiets an. Er stellte zudem eine Militäroffensive in Aussicht, wie es sie seit dem Sechstagekrieg im Jahr 1967 nicht gegeben habe.

Medienbericht: Weitere Anklage im Fall Wirecard

Im Wirecard-Skandal hat die Staatsanwaltschaft München I einem Medienbericht zufolge eine weitere Anklage erhoben. Wie das Nachrichtenmagazin "Spiegel" am Freitag berichtete, handelt es sich dabei um eine frühere Mitarbeiterin, die von Dezember 2019 bis zur Wirecard-Insolvenz im Juni 2020 im Zuständigkeitsbereich von Vorstand Jan Marsalek arbeitete. Zuvor war sie demnach in der Konzernbuchhaltung beschäftigt.

Viele Opfer nach Einsturz von mehrstöckigem Gebäude in Nairobi befürchtet

Nach dem Einsturz eines im Bau befindlichen mehrstöckigen Gebäudes in Kenias Hauptstadt Nairobi werden mehrere Todesopfer befürchtet. Das Unglück habe sich am Freitag in dem Stadtteil Eastleigh ereignet, teilte das Rote Kreuz im Onlinedienst X mit. Örtliche Medien berichteten von möglichen Opfern unter den Trümmern. Auf Bildern vom Unglücksort war eine große Menschenmenge zu sehen. Örtlichen Medien zufolge kam es nach dem Einsturz zu Plünderungen.

Anklage in Rheinland-Pfalz: Bürgermeister soll Beamtem keine Aufgaben gegeben haben

Weil er einem Beamten über Jahre hinweg trotz voller Bezüge keine Arbeitsaufträge gegeben haben soll, hat die Staatsanwaltschaft Koblenz Anklage gegen einen ehemaligen Verbandsbürgermeister aus Rheinland-Pfalz erhoben. Ihm wird Untreue im besonders schweren Fall vorgeworfen, wie die Behörde am Freitag mitteilte. In dem Zusammenhang erhob sie eine weitere Anklage gegen einen zwischenzeitlich suspendierten leitenden Beamten der Verbandsgemeinde wegen Untreue.

Textgröße ändern: